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Albumbesprechung The Who - The Who By NumbersAnzeigeTitel: The Who By Numbers Erscheinungsjahr: 1975 Genre: Rock Bewertung: ![]()
The Who by Numbers ist das siebte Album der Band The Who. Das Album erschien im Jahr 1975. Die Band konnte mit dem Album wieder einen guten Erfolg verbuchen. Die Kritiken waren in der Regel recht gut und das Album wurde in einigen Listings zu den wichtigsten Alben des Jahres 1975 gezählt. In den US-Charts erreichte das Album Rang 7, in den UK Charts Rang 8. Die Singles Squeeze Box (USA Rang 16) und Slip Kid (UK Rang 10) waren nicht so erfolgreich, wie es die Band eigentlich gewohnt war. Das Album The Who By Numbers unterscheidet sich relativ stark von Vorgängeralben wie Tommy oder Who's Next. Insgesamt verlegt sich Townshend auf einfachere Songs und inhaltlich oft sehr persönliche Themen. Die gesamte Stimmung des Album inklusive der Texte war dunkler und oft auch etwas verbittert, wenn man von wenigen Songs wie dem unverbindlichen und fast fröhlichen Squeeze Box oder auch der eher positiven Botschaft von Blue, Red And Grey absieht. Die Songs: Mit Slip Kid beweist Pete Townshend einmal mehr seine Stellung unter den besten Songwritern der Rockgeschichte. Der Song ist gut arrangiert und klingt relativ eingängig. Relativ locker flockig geht dann However Much I Booze los. Erstaunlich, denn Townshend beschreibt darin die Stationen seines Alkoholismus. Townshend singt diesen introspektiven Song selbst. Ähnlich gestrickt ist der relativ unverbindliche Song Squeeze Box, der musikalisch aus Rockabilly und Country schöpft. Verstärkt wird die Countrynote durch den Einsatz des Banjos. Erstaunlicherweise gehört der Song zu den Klassikern der Band, obwohl er musikalisch nicht herausragend ist. Dreaming From The Waist ist wieder ein introspektiver Townshend Song. Er befasst sich hier ausgiebig mit dem Thema Frauen. Townshend knüpft mit seinen Gitarrenparts an alte Tugenden an und liefert wieder einen etwas komplexeren Song ab. Dennoch ist es keiner seiner Übersongs, obwohl er gemäß späteren Statements zu den Lieblingssongs von Townshend und auch Entwistle gehörte. Auch Imagine A Man knüpft - in balladesker Form - an alte Songs an, erreicht aber aus meiner Sicht nicht ganz das Niveau vergleichbarer älterer Songs. Der Entwistle Song Success Story rockt zwar gut los, stellt aber kein Highlight dar. Die Bridge des Songs wird übrigens von Entwistle selbst gesungen. They Are All In Love ist wieder ein recht persönlicher Townshend Song, der sich thematisch mit Frauen befasst. Der Song hat wieder eine balladeske und süßliche Note, der Text ist eher bitter und wird von Daltrey auch so interpretiert. Blue Red And Grey stellt aus meiner Sicht eines der Highlights des Albums dar. Der von Townshend selbst gesungene Song klingt stimmig. Auch mit How Many Friends erreicht Townshend aus meiner Sicht fast alte Form. Mit relativ vertrauten Gitarrenriffs verabschiedet sich die Band dann mit dem Song In A Hand Or a Face. The Who By Numbers ist aus meiner Sicht keines der stärksten Alben von The Who. Townshend schreibt sich hier viele persönliche Dinge von der Seele, aber die Songs überzeugen nicht immer. Außer den gut gelungenen Songs Slip Kid, Blue Red And Grey und How Many Friends sind nach meinem Empfinden leider keine Topsongs auf dem Album. Andererseits muss man aber However Much I Booze und Squeeze Box zu den Klassikern von The Who zählen. Man muss sowieso festhalten, dass es keinen schlechten Song oder Totalausfall gibt. Gemessen an den Möglichkeiten Townshends klingen die meisten Songs aber doch etwas harmlos. Auch Daltreys Gesang hat für mein Gefühl schon bessere Tage gesehen.
Rezensent: MP
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