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Albumbesprechung The Who - Who's NextAnzeigeTitel: Who's Next Erscheinungsjahr: 1971 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Who's Next ist ein Album der Band The Who, welches im August 1971 veröffentlicht wurde. Es war das fünfte Studio-Album der Who. Im Prinzip erschien es in der kreativen Hochphase der Band. Zuvor erschienen das legendäre Album Tommy und das Live Album Live At Leeds. Nach Who's Next erschien das Album Quadrophenia. Neben der Stammbesetzung Daltrey, Entwistle, Moon und Townshend waren der Keyboarder Nicky Hopkins und Violinist Dave Arbus an den Aufnahmen zu Who's Next beteiligt. Für das Album hatte die Band sehr viel Material zur Verfügung, eigentlich wollte die Band ein Doppelalbum herausbringen. Man entschied sich dann jedoch anders. Die nicht veröffentlichten Titel kamen auf Odds And Sods heraus. Who's Next zählt zu den bekanntesten Alben der Who, es wird von vielen Fans als bestes Who Album bewertet. Mit Songs wie Baba O'Riley, Behind Blue Eyes, Won't Get Fooled Again, Bargain oder Getting In Tune beinhaltet das Album einige der bekanntesten Who-Songs. Stilprägend und relativ neu waren die Synthesizersounds auf dem Album. Das war damals vergleichsweise innovativ für die Rockmusik. Die Songs: Baba O'Riley eröffnet das Album. Nach dem legendären Synthesizer-Intro bildet das Piano die songbildenden Akkorde ab. Schließlich gibt Keith Moon dem ganzen gehörig Drive, Entwistle setzt ein und Daltrey erfreut uns mit seinem Organ. Der Song steigert sich stetig und variiert mit diversen Breaks. Das Outro mit dem Violin Solo klingt angenehm abgedreht. Bargain beinhaltet klassische Who-Elemente: gute Ideen, impulsive Drums und prägnante Basslines plus typische Einwürfe der Gitarre. Love Ain't for Keeping ist ein schöner Song, der vor allem von den Akustikgitarren getragen wird. Das klingt etwas southern- bis countrymäßig. My Wife ist der einzige Song, der nicht von Townshend komponiert wurde. John Entwistle verfasste den Song, spielt hier auch Piano und singt. Das klingt ordentlich und fügt sich gut in die Gesamtstruktur ein. The Song Is Over startet als Piano-Ballade mit Synthesizertupfern. Nach verhaltenem Beginn entwickelt sich ein schöner Rocksong mit interessanten Ideen. Getting in Tune ist ein relativ melancholischer Song. Der Song beginnt verhalten, danach setzt die Band ein und liefert wieder einen Rocksong mit hervorragenden Instrumentalleistungen und guten Ideen ab. Going Mobile ist ein typischer Townshend Song. Der Song wird von der Akustikgitarre getragen, Entwistle steuert brummelige Basslines bei und Townshend verzichtet auch hier nicht auf kurze Synthesizerparts. Daltrey singt den unterhaltsamen Track relativ relaxt. Behind Blue Eyes gehört mittlerweile zu den Klassikern der Who - spätestens seit Limp Bizkit ein Cover des Songs herausgebracht haben. Im Prinzip handelt es sich um einen perfekten Pop-Song ohne Schwächen. Und wo ich gerade von perfekten Pop-Songs spreche - den Abschluss des Original-Albums bildete der Song Won't Get Fooled Again. Auch der Song nähert sich dem perfekten Rock-/Popsong und stellt einen Klassiker der Who dar. Who's Next ist ein Album, das dem perfekten Rock-Album ziemlich nahe kommt. Da passt alles irgendwie zusammen. Die Songs sind alle gut bis sehr gut. Die Band ist extrem gut aufgelegt. Moon trommelt traumhaft, Entwistles Basslines sind erstklassig. Daltrey singt ausdrucksstark und mit diesem Charisma, das ihn immer ausgemacht hat. Townshend steuert tolle Songs bei. Seine Gitarrenparts sind immer passend, dazu gibt er sich auf dem Album immer wieder die Ehre am Synthesizer. Nach meiner Ansicht gehört Who's Next zu den besten Who-Alben und auch zu den besten Rockalben überhaupt. Ach so: die remasterte Version hat noch einige Zusatztracks im Angebot. Die Songs sind zwar ganz gut, fallen aber gegenüber den Originalsongs etwas ab. Pure And Easy ist ein schöner Rockpop-Song mit Easy-Listening Faktor. Baby Don't You Do It ist ein härterer Song, rhythmisch an Magic Bus erinnernd. Naked Eye ist ein schöner Rocksong im moderneren Who Stil. Water ist eine anfangs relativ schrille Nummer, die sich dann zu einem klassischen Who-Rocksong entwickelt. Too Much Of Anything ist eine schöne relaxte Nummer mit guten Melodien, die relativ US-amerikanisch klingen. I Don't Even Know Myself ist eine klassische Who Nummer und zum Abschluss gibt es noch eine andere Version von Behind Blues Eyes.
Rezensent: MP
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