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Albumbesprechung Wallenstein - Blitzkrieg

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Interpret: Wallenstein

Titel: Blitzkrieg

Erscheinungsjahr: 1972

Genre: Krautrock, Progrock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Das Album Blitzkrieg war das erste Album der Mönchengladbacher Band Wallenstein. Die Band nannte sich kurz zuvor noch Blitzkrieg, änderte jedoch vor Erscheinen des Albums den Bandnamen in Wallenstein. Dafür hieß das Album dann Blitzkrieg. Das Album wurde in der Besetzung Jürgen Dollase (Keyboards), Jerry Berkers (Bass, Gesang), Bill Barone (Gitarre, Gesang), Harald Großkopf (Schlagzeug) eingespielt. Wallenstein zählen zu den frühen Acts des Krautrock. Auch das Album kann als ein Frühwerk des Krautrock gezählt werden. Insgesamt gehört es zu den wichtigen, aber auch zu den unterbewerteten Alben des Genres. Die Band präsentierte auf dem Album eine schöne Mischung aus Kraut-, Prog- und Klassikeinflüssen.

Die Songs:

Lunetic ist ein gutes Beispiel für den Stil der frühen Wallenstein. Das klingt mit den vielen Breaks und verschachtelten Ideen sehr proggig. Dazu gab es immer leicht klassisch angehauchte Ideen. Über die fast 12 Minuten präsentiert die Band ein schönes Menü. Dabei können die Beiträge aller Musiker überzeugen. Der Bass klingt prägnant, die Gitarrenlines sind schön krautig, Großkopf war schon damals ein sehr fähiger Drummer und Dollase überzeugt mit interessanten Keyboardlines. The Theme beginnt mit einem schönen, fast verträumten Pianopart. Danach wird es symphonisch und leicht proggig. Danach wird das Tempo heraus genommen und es folgen kurze Vocalparts. Danach geht es wieder in einen verspielten Instrumentalpart, zum Schluss wird das Hauptthema des Pianos wieder aufgenommen.

Manhatten Project bietet auf fast 14 Minuten praktisch alles, was die Band und auch den Krautrock ausmachte. Ein ausladendes Instrumental mit proggigem, krautigem und klassischem Material. Mal schneller, mal relaxter gespielt. Immer bestimmt Keyboarder Dollase musikalisch das Geschehen. Audiences ist das kürzeste Stück des Albums. Der Song beginnt fast balladesk mit schönen Pianosounds. Dazu gibt es etwas von dem eher seltenen Gesang. Der ist nicht ganz schlecht, aber auch nicht der Rede wert. Allerdings halten sich die Vocalparts in engen Grenzen. Nach knapp zwei Minuten geht es dann sowieso wieder in einen Instrumentalpart. Danach wird es dann romantischer und fast schon pop-rockig mit schönen Mellotronsounds im Hintergrund. Zum Abschluss wird das Vocalthema noch einmal wiederholt.

Ein schönes Debüt hatte die Band damals vorgelegt. Da kann man wirklich kaum meckern. Die Band performt sehr gut. Jürgen Dollase bestimmt das Geschehen mit seinem guten Keyboardspiel. Die anderen Musiker passen gut zum Konzept. Nach meiner Meinung gehört Blitzkrieg zu den unterbewerteten Alben des frühen Krautrock.

Trackliste

  1. Lunetic 11:55
  2. The Theme 9:37
  3. Manhatten Project 13:47
  4. Audiences 7:38

Rezensent: MP