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Albumbesprechung King Crimson - In The Court Of The Crimson KingAnzeigeTitel: In The Court Of The Crimson King Erscheinungsjahr: 1969 Genre: Prog-Rock Bewertung: ![]()
In The Court Of The Crimson King war das Debütalbum der Band King Crimson. Es zählt zu den Meilensteinen der modernen Rockmusik und hat, nach Meinung vieler Fachleute, den Progressive-Rock begründet. Das ist schon ein Pfund. In der Tat hat die Band mit dem Album etwas Besonderes vorgelegt. Damals war dieser Mix aus Bluesbeinflusstem Rock mit Elementen aus Jazz und Symphonischen Motiven ziemlich bahnbrechend. Das Album dürfte für King Crimson das kommerziell erfolgreichste Album überhaupt sein. In den USA erreichte die Band Rang 28 der Charts, in Großbritannien immerhin Rang 3. Wie gesagt, offenbart sich die Wichtigkeit eines solchen Albums Jahrzehnte später nicht unbedingt auf den ersten Höreindruck. Aber schon mit dem Opener 21st Century Schizoid Man kracht die Band gut los und legt einen Trademark Song dieser Ära vor. Das Intro besitzt etwas Geniales. Danach folgt der markante verzerrte Sprechgesang, der wirklich etwas schizoid wirkt. Das mündet in gelungene Instrumentalparts, ein abgedrehtes Fripp Solo und interessante verfremdete Saxofonlines. Das klingt schon imposant und war 1969 ohne Zweifel bahnbrechend. I Talk to the Wind stürzt den Hörer dann in ein Wechselbad der Gefühle. Dieser balladeske und sehr melodische Song wirkt mit seinen Querflötenparts und Streichersektionen fast schon zuckersüß. Epitaph wirkt melancholisch und mit heftigem Mellotron Einsatz auch etwas schwülstig. Gegen Ende wird der Song dann immer opulenter. Irgendwie erinnert mich das an die Moody Blues. Moonchild ist ruhiger angelegt. Nach einigen rhythmischen Spielereien am Anfang setzt Fripp ein und präsentiert schöne Gitarrenparts, die vom E-Piano und später vom Rest der Band ergänzt werden. The Court of the Crimson King beginnt symphonisch, mit einem mächtig klingenden Mellotron. Danach wird es im Wechsel balladesk mit kurzen bewegteren prog-rockigen Parts bis zum Ende das Anfangsthema wiederholt wird. In The Court Of The Crimson King ist ohne Zweifel ein Meilenstein der Rockmusik, daran gibt es nichts zu rütteln. Dennoch wirkt das Album auch sonderbar. Für mich ist es nicht das beste Album der Band. Aber andererseits beeindruckt das Album auch irgendwie. Denn die Band kreierte mit diesem Album etwas Neues und Eindrucksvolles. So gesehen ist man praktisch gezwungen, das Album gut zu bewerten - vor allem wegen des künstlerischen Ausdruckes und der Wichtigkeit des Albums.
Rezensent: MP
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