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Albumbesprechung Rainbow - RisingAnzeigeTitel: Rising Erscheinungsjahr: 1976 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Rising ist das zweite Album der Band Rainbow. Es erschien im Jahr 1976. Das Debütalbum von Rainbow war ja nicht ganz so erfolgreich, wie es sich Ritchie Blackmore vorstellte. Von daher wollte er hier etwas gutmachen. Das ist ihm durchaus gelungen. Rising wird von Fans in der Regel als das beste und wichtigste Album der Band bewertet. Auch die Kritiker zeigten sich durchaus positiv beeindruckt von diesem zweiten Rainbow-Streich. Rising war kommerziell relativ erfolgreich und schaffte es in den USA auf Platz 48 und im UK auf Rang 6. Er praktizierte auch hier das, was er fortan fast auf jedem Album wiederholte: er tauschte praktisch die ganze Band aus. Nur Sänger Ronnie James Dio war noch vom Debütalbum dabei. Dazu holte sich Blackmore Jimmy Bain (bass), Cozy Powell (drums) und Tony Carey (key). Das Album wurde relativ schnell in München fertiggestellt und sollte, ungeachtet der kurzen Zeit, zum Besten werden, was Rainbow je herausbrachte. Eines der Kernstücke des Albums ist der über 8 Minuten lange Song Stargazer, mithin einer der Klassiker der Band, den die Band auch Live lange im Set hatte. Die Songs: Tarot Woman beginnt mit einem schönen Keyboardintro. Danach wird es dann angenehm heavy. Die Band zeigt sich gut aufgelegt - Dio singt klasse und Blackmore zeigt gute Leistungen. Run with the Wolf ist ein harter und immer leicht bluesiger Song. Das passt auch wieder sehr gut. Vor allem Powell verleiht dem Song mächtig Druck. Starstruck startet mit einem klassischen Gitarrenriff, das an alte Deep Purple Zeiten erinnert. Der ganze Song atmet viel von der alten Purple Atmosphäre, groovt lässig und ist einfach nur gut. Wieder fällt der treibende Groove von Powell besonders positiv auf. Do You Close Your Eyes wird von einem harten und scheppernden Gitarrenriff eröffnet. Blackmore legt einen ordentlichen Heavy-Song vor, der aber leicht abfällt. Stargazer ist ein Klassiker der Band. Zu Beginn trommelt sich Powell einen "Wolf", dazu setzt Blackmore wieder ein eher klassisches Heavy Riff ab. Careys Beiträge klingen gut und unterstreichen den symphonischen Charakter des Songs gut, die Beiträge des Münchener Symphonieorchesters machen den Sound außerdem breit und fett. A Light in the Black legt zum Abschluss ein paar Schippen drauf. Powell trommelt heftig drauf los, Blackmore gibt ein sparsames Trademark Riff zum Besten. Die Soloparts sind beachtlich, Carey's Keyboardsoli sind sehr gut gelungen. Die musikalischen Dialoge Careys und Blackmores klingen spannend, das Solo von Blackmore ist bemerkenswert gut. Der mäßige Erfolg des ersten Rainbow Albums hat Blackmore doch irgendwie auf den Boden zurück geholt und angestachelt. Was für ein Glück, denn das Ergebnis ist Rising. Das Album hat Klasse und man muss es als einen Meilenstein der Band, der harten Musik und vielleicht sogar der Rockmusik betrachten. Die Songs sind alle gut gelungen. Die Instrumentalleistungen der Musiker sind mehr als bemerkenswert. Blackmore spielt endlich mal wieder gute Gitarrenparts ein, Powell drummt genial, Carey spielt schöne Keyboardlines, Jimmy Bain spielt sehr songdienliche Bassparts. Dazu glänzt Dio an den Vocals. Rising ist ein sehr zeitloses Album des härteren Genres.
Rezensent: MP
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