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Info und Diskographie Rainbow

Rainbow war die Band des ehemaligen Deep Purple Gitarristen Ritchie Blackmore. Der war im Jahr 1974 insgesamt etwas mit der Situation bei Deep Purple unzufrieden. Die MK-II Formation war auseinandergebrochen. Musikalischen brachten Sänger David Coverdale und Bassist und Sänger Glenn Hughes ihre eigenen Ideen mit. Blackmore wollte etwas anderes. So begann er mit den Aufnahmen zu einem Soloalbum. Zur Hilfe nahm er Mitglieder der Blues-Rockband Elf. So entstand das erste Album Ritchie Blackmore's Rainbow eigentlich noch in der Zeit, in der Blackmore bei Deep Purple war. Allerdings kam es dann zum Bruch. So erschien das Debütalbum eigentlich, als Blackmore bei Deep Purple schon raus war. Damit wurde es endgültig ernst mit Blackmore's Plänen. Nach der Veröffentlichung des Albums besetzte er die Band fast komplett um, nur der Sänger Ronnie James Dio blieb in der Band.

Das Debütalbum im Jahr 1975 konnte Kritiker und Fans aber nicht komplett überzeugen. Chartmäßig lief das Album nicht schlecht, aber Blackmore war wohl unzufrieden. Auf dem zweiten Album kristallisierte sich dann der erste Kern der Band Rainbow heraus, die zu der Zeit offiziell Blackmore's Rainbow hieß. Am Bass spielte Jimmy Bain, an den Keyboards Tony Carey und an den Drums Cozy Powell. Mit der Besetzung nahm Blackmore dann das Album Rising auf. Es zählt zu den wichtigsten Alben der Band und konnte auf ganzer Linie überzeugen. Blackmore präsentierte klassischen Hard-Rock mit vielen klassischen Zitaten. Dio konnte als Sänger einige Glanzpunkte setzen. Rainbow konnte sich als feste Größe im Hard & Heavy Sektor festsetzen. Die Band präsentierte mit dem Live Album On Stage im Jahr 1977 in gleicher Besetzung eines der stärksten Live-Alben jener Zeit und konnte ihre Spielfreude auf Vinyl festhalten. Das Album wurde auch ein guter Erfolg. Mit dem nächsten Studioalbum Long Live Rock'n'Roll folgte dann schon ein weiterer Höhepunkt. Das Album wird zwar kontrovers diskutiert, wird aber von vielen Fans und Musikern als eines der Überalben von Rainbow bezeichnet. Kommerziell war das Album wieder ein Erfolg, zum ersten Mal konnte Rainbow mit dem Titelsong auch eine erfolgreiche Single in die Charts bringen. Die Band nannte sich mittlerweile nur noch Rainbow. Aber tatsächlich blieb es sozusagen das Soloprojekt von Blackmore. Die Spannungen in der Band stiegen an. Nach den Aufnahmen stieg Dio aus. Schon während der Aufnahmen gingen Keyboarder Stone und Bassist Daisley.

Auf dem nächsten Album Down To Earth präsentierte Blackmore eine fast komplett neue Band. Neuer Sänger war Graham Bonnet, Bassist war Blackmore's früherer Deep Purple Kollege Roger Glover und Keyboarder war Don Airey. Wieder stellte Blackmore eine vorzügliche Band zusammen. Stilistisch wurde der Sound jedoch gefälliger und eingängiger. Das Album lief wiederum sehr gut und konnte mit Since You've Been Gone und All Night Long zwei Hits in die Charts bringen. Nach dem Album wechselte Blackmore die Bandbesetzung fast permanent. Auf dem nächsten Album Difficult To Cure ging die Rechnung noch auf. Das Album lag irgendwo zwischen Mainstream und klassischem Hard-Rock. Mit I Surrender koppelte Blackmore einen Song aus, welcher der größte Charterfolg von Rainbow wurde. Difficult To Cure steht sonst eher im Zeichen seiner Klassik-Liebhabereien und enthält viele direkte und indirekte Anspielungen auf Beethovens 9. Symphonie.

Auch Straight Between The Eyes lief wieder gut. Im UK hatte die Band sowieso seit Long Live Rock'Roll alle Alben unter die Top 10 gebracht. In den USA gelang nun zum ersten Mal der Sprung in die Top 30. Ähnlich gut lief das nächste Album Bent Out Of Shape. Blackmore hatte die Band relativ stark auf AOR/Mainstream Kurs gebracht. Das kam zwar in den USA ordentlich an. Aber die alten Fans waren unzufrieden. Auch Blackmore war wohl nicht wirklich mit der Musik zufrieden. Der kommerzielle Erfolg entsprach nicht seinen Ansprüchen. Im Jahr 1984 löste Blackmore die Band dann auf, um mit seinen alten Deep Puple Mitstreitern die alten MK-II Besetzung wieder ins Leben zu rufen. Nachdem Blackmore im Jahr 1994 dann wieder bei Deep Purple Probleme hatte, trennte er sich von der Band. Er reformierte Rainbow erneut. Es folgte das mäßig erfolgreiche Stranger In Us All heraus. Die Band tourte im Anschluss noch bis 1997. Danach war Schluss. Blackmore löste die Band wieder auf und ist seither mit seinem neuen Projekt Blackmore's Night unterwegs, auf dem er seiner Vorliebe für mittelalterlicher und romantischer Musik frönt.

 

    Diskographie (zu Blackmore siehe auch Deep Purple MK II Besetzung:
  • Ritchie Blackmore’s Rainbow (1975)
  • Rising (1976)
  • On Stage (1977, Live)
  • Long Live Rock'n'Roll (1978)
  • Down To Earth (1979)
  • Difficult To Cure (1981)
  • The Best Of Rainbow (1981, Compilation)
  • Straight Between The Eyes (1982)
  • Bent Out Of Shape (1983)
  • Finyl Vinyl (1986, Compilation)
  • Live in Germany 1976 (1990)
  • Stranger In Us All (1995)
  • The Very Best Of Rainbow (1997, Compilation)
  • Since You've Been Gone - Best 1975 - 1983 (2001, Compilation)
  • Catch The Rainbow: The Anthology (2003, Compilation)
  • Live - Kölner Sporthalle 1976 (2006, Live)
  • Live in Munich '77 (2006, Live)
  • Live - Düsseldorf Philipshalle 1976 (2007, Live)
  • Live - Nürnberg Messezentrum Halle 28. 1976 (2007, Live)
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