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Albumbesprechung The Alan Parsons Project - Tales Of Mystery And ImaginationAnzeigeTitel: Tales Of Mystery And Imagionation Erscheinungsjahr: 1976 Genre: Rock, Prog-Rock Bewertung: ![]()
Tales of Mystery and Imagination ist das Debütalbum von The Alan Parsons Project. Das Album erschien im Jahr 1976. Bei Erscheinen war das Album eigentlich kein großer Erfolg, aber für das Alan Parsons Project war es die Grundsteinlegung einer beachtlichen Karriere. Für den Massenkonsum war dieses Album einfach zu komplex angelegt, da kamen die immer poppiger und leider oft auch seichter werdenden Folgealben sehr viel besser an. Im UK erschien das Album zuerst nur unter dem Namen The Alan Parsons Project und erreichte dort aber immerhin Goldstatus. Später wurde es dann - wie in allen Ländern - als Tales of Mystery and Imagination auch im UK veröffentlicht. In den UK Album Charts kam das Album jedoch nur bis Rang 56. Auch in anderen Ländern reichte es eher selten zu Platzierungen im oberen Drittel der Hitparaden. In den Billboard Popcharts reichte es aber immerhin für Rang 38. Die ausgekoppelte Single (The System Of) Doctor Tarr And Professor Fether erreichte Rang 37 der Pop-Single Charts. Die Kritiken für das Album fielen insgesamt recht gut aus, auch in Prog-Rock Reviews kam das Album immer recht gut weg. Es wird - neben Alben wie I Robot und stellenweise Pyramid - als eines der besten Alans Parsons Project Alben bezeichnet. Neben den beiden Hauptbeteiligten Alan Parsons und Eric Woolfson waren einige recht bekannte Musiker bzw. Künstler beteiligt - u. a.
Auch für die Nebenarbeiten wie Coverdesign und ähnliches ließ man wenig anbrennen. Für das Design und das Cover Art war das berühmte Haus Hipgnosis zuständig. Als dieses Album heraus kam, hatte ich das mit dem Lesen so einigermaßen im Griff. Und ich begann mich für Edgar Allan Poe zu interessieren. Seine Stories hatten so etwas Mystisches und Geheimnisvolles. Manchmal waren sie angsterregend und schrecklich (man hatte damals noch nicht so viele Horrorfilme produziert...). Da erschien aus heiterem Himmel dieses Album. Es wurde auf SWR 3 komplett vorgestellt (damals gab es so etwas noch), und viele Hörer waren beeindruckt. Da hatte jemand diese Stimmung von Poe richtig gut umgesetzt (auch wenn z. B. der Rolling Stone das anders sah). Eine andere Sache war das etwas geheimnisvolle Getue um das Alan Parsons Project. Niemand wusste so recht, wer denn überhaupt dahinter steht. Der Musik Express war es dann, der uns alle erlöste. Alan Parsons Project war ein Project von Alan Parsons und Eric Woolfson. Woolfson war Musiker und ein ziemlich alter Hase im Geschäft. Er schrieb mehr oder weniger die Songs. Alan Parsons war "nur" Tontechniker, aber ein ziemlich begnadeter. Er war z. B. wesentlich für die Pink Floyd Scheibe The Dark Side Of The Moon verantwortlich und produzierte wohl schon Abbey Road von den Beatles. Also auch ein alter Hase. Das war also diese Band. Sie nahmen sich einige versierte Musiker mit dazu und produzierten mal eben das Debütalbum Tales Of Mystery And Imagination. Wenn Parsons produziert, dann heißt immer auch: Perfektion. Alan Parsons Project Produkte sind insgesamt selten extrem aufregend, aber immer irgendwie perfekt. Wobei ich persönlich den ersten Produktionen bis ca. Pyramid noch den Hauch von Emotion zugestehe. Alles was später kam, war eher überproduzierter und oft auch etwas belangloser Pop. Dieses vorliegende Album war aber wirklich etwas, was mich erreicht. Damals kam die Scheibe bei den meisten Rockfans extrem gut an, auch wenn sich heute viele davon distanzieren. Viele werfen Alan Parsons Blenderei und Berechnung vor, aber darüber kann man sich immer trefflich streiten. Was für mich faszinierend war: Parsons und Woolfson schafften es aus meiner Sicht durchaus, etwas Edgar Allan Poe Stimmung auf Platte zu pressen. Die Instrumentalsongs sind alle sehr gut anzuhören. Die Melodien schmeicheln sich ins Ohr, sind mal (sehr) lieblich, mal unheimlich und mysteriös. Die meisten Nummern sind ruhig bzw. tempomäßig medium, einige Balladen sind dabei. Wenige Nummern sind rockig gehalten, die rockigen Sachen sind aber auch ordentlich gelungen. Viel erinnert an Pink Floyd, manchmal erinnert mich die Musik an den frühen Mike Batt. Für mich zählt der Erstling von Parsons zu den Meilensteinen der Rockmusik. Er sorgte damals für sehr viel Aufsehen und irgendwie war Tales Of Mystery And Imagionation auch eine der wichtigsten Platten des Jahres. Mit I Robot und vielleicht noch Pyramid gehört das Album zum Besten was Parsons und Woolfson je produzierten. Das Album sollte in keiner guten Sammlung fehlen. Die Tracks:
2007 Deluxe EditionDisc 1:
Rezensent: MP |