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CD-Kritik Ozzy Osbourne - Diary Of A Madman
Titel: Diary Of A Madman Erscheinungsjahr: 1981 Genre: Heavy Metal Bewertung: ![]()
Diary of a Madman ist das zweite Studioalbum von Ozzy Osbourne. Es erschien im Jahr 1981 und gehört neben seinem Vorgänger Blizzard Of Ozz sowohl zu den Meilensteinen von Ozzy als auch zu den Meilensteinen des Heavy Metal. Der Grund war die stellenweise neoklassische Ausrichtung, welche vor allem von den gitarristischen Einlagen des Randy Rhoads geprägt war. Der starb leider nach Release des Albums. Das Album war ein ganz guter Erfolg. Mitte 1982 hatte es sich in den USA schon über 1 Mio. mal verkauft. Mittlerweile hat es dort die 3 Mio. Marke schon überschritten. Es dürfte somit nach Blizzard Of Ozz das bestverkaufte Ozzy Album sein. Auch bei dem Album ist das Tamtam um die Besetzung bemerkenswert. So wie es aussieht, waren ursprünglich Bob Daisley am Bass und Lee Kerslake an den Drums mit dabei. Die Credits nennen aber Rudy Sarzo als Bassist und Tommy Aldridge als Drummer. Als Keyboarder wurde Don Airey genannt. Aber es war wohl so, dass ein anderer Keyboarder die Parts eingespielt hatte, denn Airey war zu der Zeit gar nicht verfügbar. Für die Reissue im Jahr 2002 wurden dann die Spuren von Daisley und Kerslake durch Robert Trujillo und Mike Bordin ersetzt. Laut Ozzys Frau und Managerin Sharon tat man das, weil sich Daisley und Kerslake so unehrlich verhalten hätten. Sehr sonderbar, das alles. Over the Mountain gehört ohne Zweifel zu den Ozzy Klassikern. Fetter Sound, klassisches Heavy Riff, klassisches Solo von Rhoads und ordentlicher Ozzy Gesang. Flying High Again ist noch etwas verschleppter. Ein recht eingängiger Hairmetal Song. Wieder mit hervorstechender Gitarrenarbeit von Rhoads. You Can't Kill Rock and Roll beginnt herrlich balladesk, steigert sich dann immer wieder in härtere Parts. Schöner Song, gut instrumentiert und Ozzy singt wirklich angenehm. Believer ist ein langsamer und böse klingender Song, der wieder mehr an alte Sabbath Zeiten erinnert. Dafür legt Little Dolls wieder etwas zu, aber kann nicht komplett überzeugen. Tonight gehört ins Reich der Ozzy Balladen. Sehr eingängig und durchaus etwas schwülstig. Sie klingen immer irgendwie ähnlich, beachtlich die Gitarrenarbeit von Rhoads S.A.T.O. geht wieder etwas mehr zur Sache. Mich erinnert der Song ehrlich gesagt an UFO in den besten Zeiten. Der schnellste Song des Albums mit einem fulminanten Solo von Rhoads. Diary of a Madman beginnt mit schöner geheimnisvoller akustischer Gitarre. Das Thema bestimmt den Song, Rhoads hat es sich ja bekanntlich von Leo Brouwer entlieht. Der Takt ist schräg, was die mysteriöse und leicht psychedelische Ausrichtung des Songs unterstützt. Ein sehr komplexer Song mit bemerkenswerten Instrumentalparts. Für mich das Kernstück des Albums. I Don't Know (Live) ist eine Live Version vom Blizzard Of Ozz Song und war auf der 2002er Remaster zusätzlich enthalten. Für mich stellt Diary Of A Madman eine gewisse Weiterentwicklung zu Blizzard Of Ozz dar. Jeder hat so seine Vorlieben, mir gefällt Diary Of A Madman besser. Die Songs sind qualitativ irgendwie besser und in sich stimmiger. Vor allem Randy Rhoads konnte sein Gitarrespiel hier noch weiter kultivieren und haut hier einige bemerkenswerte Dinger raus. Ein Top Album, das leider den Abschied von Randy Rhoads bedeutete. Aus meiner Sicht das beste Ozzy Album - aber das ist natürlich Geschmackssache Die Tracks:
Rezensent: MP
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