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Albumbesprechung Ozzy Osbourne - Blizzard Of OzzAnzeigeTitel: Blizzard Of Ozz Erscheinungsjahr: 1980 Genre: Heavy Metal Bewertung: ![]()
Blizzard of Ozz ist ein Album von Ozzy Osbourne. Auch wenn es die Band Blizzard Of Ozz gab und man die Songs mehr oder weniger Bob Daisley und Randy Rhoads zuschreibt, so wird Blizzard Of Ozz doch als Soloalbum von Ozzy gezählt. Das Album kam in England 1980 heraus, in den USA erst 1981. Blizzard Of Ozz kann man ohne Frage zu den wichtigen Alben des modernen Heavy Metal und hier speziell als Meilenstein des Neoklassischen Heavy Metal zählen. Blizzard Of Ozz wurde von Kritikern in der Regel gut bewertet und die Fans liebten es. Die Single Crazy Train schaffte es bis in die Top 10 der Charts, was für einen Heavysong damals ein extrem gutes Ergebnis war. Das Album hat es auch auf andere Weise in sich, denn Lee Kerslake und Bob Daisley verklagten Ozzy im Jahr 1986, weil er sie nicht bezahlt hat. Es ist wohl auch so, dass die Songs mehr oder weniger von Daisley und Rhoads geschrieben wurden. Als das Album im Jahr 2002 neu aufgenommen wurde, ersetzte Ozzy die Drum- und Bassparts kurzerhand durch Neueinspielungen von Robert Trujillo und Mike Bordin. Das ist keine sehr schöne Angelegenheit, auch bei Fans kam dieses Verhalten nicht gut an. Ozzys Frau rechtfertigte indes das Vorgehen, weil Ozzy (wohl eher sie) das Verhalten von Kerslake und Daisley als unehrlich bewertete. Tatsächlich scheint aber etwas an den Vorwürfen von Kerslake und Daisley dran zu sein. Ungeachtet dessen muss man Blizzard Of Ozz und das folgende Album Diary Of A Madman zu den Sternstunden des modernen Heavy Metal zählen. Einen großen Anteil daran hat ohne Zweifel das prägnante Gitarrespiel des Randy Rhoads. Blizzard Of Ozz gilt bis heute neben Diary Of A Madman als das Meisterwerk von Osbourne. Kein Album von ihm hat sich besser verkauft, alleine in den USA soll es sich bis 2008 über 4 Millionen mal verkauft haben. Die Songs: I Don't Know beginnt mit einem Trademark Hammerriff von Rhoads. Davon lebt der Song, das Solo ist kurz und knackig und Ozzy singt nicht schlecht. Crazy Train war sozusagen ein Singlehit. Auch hier gilt: der Song lebt im Prinzip von der Gitarrenarbeit von Rhoads. Insgesamt wirkt Crazy Train nicht ganz so hart und die Gitarrenarrangements sind ausgefeilter. Goodbye to Romance ist die Ballade, die auf einem Heavy Album nicht fehlen darf. Schön gemacht, wieder mit einem tollen Gitarrenarrangement. Allerdings weist der Song einige Längen auf. Dee ist ein - leider nur sehr kurzes - Akustikgitarreninstrumental von Rhoads. Suicide Solution war einer der großen Skandalsongs von Ozzy. Ein vierzehnjähriger Ozzy Fan hat sich 1984 eine Kugel in den Kopf geschossen. Die Eltern verklagten Ozzy daraufhin wegen Anstiftung zum Selbstmord, weil eben dieser Song den Jungen zum Selbstmord gebracht haben soll. Ozzy stellte immer wieder klar, dass der Song sich mit dem Tod des AC/DC Sängers Bon Scott befasst, welcher sich sozusagen selbstmörderisch mit Alkohol zu Tode gebracht hat. Bob Daisley behauptet, den Song selbst geschrieben zu haben und sich mit Osbournes Alkohol- und Drogenmissbrauch befasst zu haben. Musikalisch wird der Song wieder von einem klassischen Heavy Gitarrenriff bestimmt und gut vorangetrieben. Mr. Crowley ist einer der bekanntesten Songs von Ozzy. Der Song beginnt mit fast kirchenmäßiger Orgel. Das erinnert etwas an die frühen Siebziger. Das Intro wird dann ziemlich abrupt abgebrochen und in einen Midtempo Rock übergeleitet. Das Solo von Rhoads ist toll, das Outro Solo ist sehr klassisch angelegt. No Bone Movies ist ein bewegter Boogie Metal. Der klingt ordentlich, bietet andererseits aber auch nichts ganz Neues. Revelation (Mother Earth) erinnert an alte Sabbath Zeiten. Der schräge Song mit psychedelischen Grundmustern klingt fast wie ein Trauermarsch. Steal Away (The Night) ist die schnellste Nummer des Albums, die wieder nach klassischen Heavy-Mustern gestrickt ist. You Lookin' at Me Lookin' at You ist ein klassischer Midtempo Heavy Metal a la Ozzy. Der Song mit seinem einprägsamem Refrain und den tollen Solophrasen von Rhoads wirkt stimmig. Blizzard Of Ozz ist ein gutes Album, das einige klassische Gitarrenriffs von Rhoads anbietet. Seine Gitarrenarbeit ist nicht schlecht und Ozzy singt ordentlich. Blizzard Of Ozz bietet allerdings auch einiges an lediglich durchschnittlicher Qualität. Auch Rhoads spielt meines Erachtens noch nicht mit der Klasse, die er auf Diary Of A Madman dann zeigte. Dennoch muss man die Gitarrenarbeit von Rhoads hoch bewerten, da er hier Akzente für den Heavy Metal späterer Jahre setzte.
Rezensent: MP
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