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Albumbesprechung O-Band - The KnifeAnzeigeTitel: The Knife Erscheinungsjahr: 1977 Genre: Rock Bewertung: ![]()
The Knife ist ein Album der englischen O-Band. Das Album erschien im Jahr 1977 und war eigentlich das einzige Album der Band unter dem Namen. Auch wenn das Album von Kritikern ordentlich bewertet wurde, wurde es doch kein kommerzieller Erfolg. Die Band konnte mit ihrem gediegenen Rock im Punkzeitalter nicht gerade viele Fans erreichen. Die O-Band war eine etwas glücklose Band aus Jersey. Die Band stammt also von den Kanalinseln und nicht, wie oft angenommen, aus den USA. Soundmäßig könnte man schon auf die USA tippen, vor allem mit diesem Album näherte sich die O-Band mehr und mehr dem US-amerikanischen Rock. Leider hat es der Band nie ganz gereicht. Schade, denn das war gar nicht so schlecht, was die Band ablieferte. Soundmäßig lag die O-Band mit diesem Album nahe am Sound der US-Westcoast. Der klingt in der Regel sauber und ziemlich relaxt, aber auch etwas unaufregend. Auf The Knife präsentiert die Band aber auch etwas härtere Sounds, weshalb die Band auch gerne als Hard-Rockband verkauft wurde. Aber dazu klingt das doch zu gefällig. Die O-Band versuchte sich auf The Knife an einer Geschichte, die vor allem im Titelsong The Knife Niederschlag fand. So ganz funktionierte das aber nicht, denn ein Konzeptalbum ist The Knife deswegen nicht. Der erste Song ist denn auch eine Fremdkomposition, was nicht so recht zu einer Konzeptscheibe passt. Look to The Left Look To The Right ist eine alte Nummer von Spirit. Die O-Band spielt den Song relativ brav nach, macht aber nicht viel aus dem Song. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Song. Almost Saturday Night ist eine John Fogerty Nummer. Wieder spielt die O-Band den Song praktisch nur nach. Da kann man sich besser die Originalversion anhören. Erst mit dem dritten Song präsentiert die Band eigenes Material. I'm Gonna Leave You ist eine Midtempo Rocknummer mit schönen Harmoniegesängen. Strange Lovin' klingt ähnlich. Der Song hört sich gut an und atmet viel Westcoast Feeling mit einer Prise Country-Rock. Back Alley Lightning setzt das bislang gehörte fort. Das klingt nach US-Rock, dieses mal mit einem ganz leichten Touch von Little Feat. Time Seems To Fly ist auch wieder ein relaxter Rocksong, an dem es nichts zu mäkeln gibt. The Knife ist das Herzstück des Albums. Der längste Song des Albums ist auch der abwechslungsreichste und interessanteste Song. Die Story des Songs ist ganz nett. Got To Run schließt stilistisch schön an den Vorgängersong an und nimmt den Faden des Songs und der Geschichte auf. Venus Avenue beendet das Album balladesk. Gegen Ende wird der Song mit einer immer dissonanter werdenden Orchestrierung richtig interessant und erinnert an prog-rockige Phasen der Band. Schade, dass es die Band nie geschafft hat. The Knife ist eigentlich ganz ordentlich gelungen. Die Band spielt, wie erwähnt, einen etwas härteren melodischen Rock mit Westcoast und Country-Anleihen. Sänger Pix klingt sehr interessant, seine Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Instrumentalleistungen und die Harmoniegesänge sind gut. Die eigenen Songs sind ganz gut gelungen. Vor allem der Titelsong und die zwei nachfolgenden Songs harmonieren richtig gut miteinander. Warum die Band die beiden Coverversionen aufs Album genommen hat, ist mir etwas unklar. Besser wäre es gewesen, wenn sie dafür zwei eigene Songs passend zur Geschichte des Albums eingebaut hätte. Hat sie nicht - dennoch liefert die O-Band ein ordentliches Album ab, welches leider unterbewertet in den Regalen versauerte.
Rezensent: MP
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