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Albumbesprechung Little Feat - Dixie Chicken

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Interpret: Little Feat

Titel: Dixie Chicken

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Southern-Rock, R&B

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen
(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Dixie Chicken ist das dritte Album der US-Band Little Feat. Das Album erschien im Jahr 1973 und es markierte sozusagen einen Meilenstein der Banddiskographie. Dixie Chicken gilt als das stilprägende Album für Little Feat, sie fand mit dem Album zu ihrem typischen Bandsound, wobei besonders der Titelsong die typische Little Feat Stilistik gut beschreibt - laid back gespielte Musik mit einer guten Prise R&B und gerne auch Einflüssen aus Funk.

Little Feat wurde 1968 von Lowell George gegründet. Die Band spielte einen in Amerika gerne gehörten Rock, der sich verstärkt mit dem Leben on the road beschäftigte. Die Band bediente sich aller gängigen Spielarten des US-Rock wie Country, Rhythm and Blues, Funk sowie Elementen aus Jazz und Blues. Bis 1973 hatten Little Feat schon einige viel beachtete Alben abgeliefert. Der Song Willin' wurde gar zu einer Art Fernfahrerhymne.

Dixie Chicken ist durch und durch amerikanischer Rock, der stark vom Rhythm & Blues lebt. Typische Country-Stilistiken sind eher subtil zu vernehmen. Das Album groovt unglaublich gut. Lowell George singt schön, mit einem gewissen "Dreck" in der Stimme. Und sein bekannt gutes Slidespiel ist immer wieder vernehmlich hörbar. Auf diesem Album wirkten zum ersten Mal Paul Barrere und Sam Clayton mit. Dennoch hielt Lowell George die Fäden in der Hand. Sieben der zehn Songs stammen aus seiner Feder. Dazu kommt ein Song von Barrere und Bill Payne sowie zwei Fremdkompositionen von Allen Toussaint bzw. Fred Tackett. Die Band versteht es in jeder Phase, den Songs Leben einzuhauchen. Die meisten Songs besitzen eine beachtliche R&B Attitüde bzw. ein New Orleans Feeling. Aber die rockige Seite ist immer sehr gut vertreten. Die ruhigen Songs klingen gut und gehen unter die Haut. Das größte Potential der Band war aus meiner Sicht die beachtliche Qualität der Musiker. Lowell George war (er verstarb 1979) ein sehr gute Slidegitarrist und außerdem ein sehr guter Sänger. Paul Barrere ist ein beachtlicher Gitarrist, der nach dem Tod von George seine Qualitäten mehr als einmal zeigte. Bill Payne ist ein sehr guter Keyboarder, Richie Hayward ist ein Spitzendrummer. Roy Estrada ist ein sehr guter Bassist, der immer wieder ein gutes Fundament setzte. Wie gesagt liegen die Songs für mich irgendwo zwischen laid-back gespielter Westcoastmusik bis hin zu groovigen Songs in Southern-Rock Tradition. Sehr gute rockigere Nummern sind die Songs Dixie Chicken, Two Trains, Walkin' All Night oder Fat Man In The Bathtub. Tolle ruhige Nummern sind Roll Um Easy oder Juliette. Das Album ist insgesamt sehr hörenswert und gehört für mich zu den stärksten Alben der Band. Ich persönlich würde das Album sogar zu den Meilensteinen der Rockmusik zählen. Wer gute amerikanische Rockmusik mit diesem 'on the road' Feeling mag, der liegt mit der Platte ganz gut.

Trackliste

  1. Dixie Chicken (Lowell George, Fred Martin) – 3:55
  2. Two Trains (George) – 3:06
  3. Roll Um Easy (George) – 2:30
  4. On Your Way Down (Allen Toussaint) – 5:31
  5. Kiss It Off (George) – 2:56
  6. Fool Yourself (Fred Tackett) – 3:10
  7. Walkin' All Night (Paul Barrère, Bill Payne) – 3:35
  8. Fat Man In The Bathtub (George) – 4:29
  9. Juliette (George) – 3:20
  10. Lafayette Railroad (George, Payne) – 3:40

Rezensent: MP