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Albumbesprechung Genesis - AbacabAnzeigeTitel: Abacab Erscheinungsjahr: 1981 Genre: Rock, Soft-Rock Bewertung: ![]()
Abacab war das elfte Studioalbum von Genesis und erschien im Jahr 1981. Es war die dritte Scheibe in der Dreierbesetzung Collins, Banks, Rutherford. Genesis konnte den guten Erfolg des Vorgängeralbums Duke mit Abacab übertreffen und legte erneut ihr bis dato erfolgreichstes Album vor. Stilistisch stellt das Album die erste sehr deutliche Abkehr von alten Sounds dar. Während der Produktion zu diesem Album schoss Phil Collins' Jahrhundertnummer In The Air Tonight an die Spitze der Charts. Den Schaffensprozess von Genesis hat das, nach Aussagen der Musiker, kaum behindert. Auf Abacab entschloss sich die Band sogar das erste Mal, praktisch nur noch Bandsongs und weniger Einzelsongs aufzunehmen. Dem Album hat das durchaus gut getan. Die Songs: Der Titelsong Abacab ist eine gute, treibende Rocknummer. Da gibt es wenig zu mäkeln. No Reply At All wurde erfolgreich ausgekoppelt. Meister Collins konnte wieder einmal seine Vorliebe für Stax und Motown zum Ausdruck bringen. Auf dem souligen Song ist die Bläsersektion von Earth Wind And Fire zu hören. Me And Sarah Jane ist ein interessanter Song. Mit den guten Ideen und schönen Rhythmuswechseln erinnert die Band durchaus noch etwas an ihre Prog-Vergangenheit. Keep It Dark bietet mit einer Art Gegenbeat einen interessanten Beginn. Daraus entwickelt sich ein Popsong mit einigen experimentellen Parts. Dodo und Lurker bilden den fünften Song. Der orchestrale Song besitzt einen funky Groove. Who Dunnit ist Song, der auf mich wie Post-Punk auf Valium wirkt. Man On The Corner bildet das krasse Gegenteil zu Who Dunnit. Der Song ist im typischen Collins Sound langsam gestaltet. Like It Or Not überrascht mit einem relaxten Feeling, obwohl das Metrum eher ungewöhnlich wirkt. Another Record ist zwar "nur" ein Popsong. Allerdings hat sich die Band dazu einige Ideen einfallen lassen. Dazu wirkt die Rhytmusarbeit sehr einfallsreich. Bezüglich der neueren Genesis Alben gehen die Meinungen wahrscheinlich weit auseinander. Prog-Fans werden das Material nach And Then There Were Three wohl eher ablehnen. Aber man muss auch zugeben, dass Genesis selten ein schlechtes Album ablieferten. Mit diesem Album legt die Band, nach meiner Ansicht, eines der besten Alben nach And Then There Were Three vor. Mit den guten Songs und Ideen kann sich die Band vom Pop-Einerlei doch etwas abheben. Sicherlich war es eine gute Wahl, dass sich alle Bandmitglieder ins Songwriting einbringen konnten. Sonst hätte man wohl eine Art Collins Solowerk unter dem Namen Genesis geboten bekommen. Produziert ist das Album perfekt und auch die instrumentalen Leisungen geben keinen Anlass zur Klage.
Rezensent: MP
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