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Albumbesprechung David Bowie - …hours

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Interpret: David Bowie

Titel: …hours

Erscheinungsjahr: 1999

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

…hours ist ein Album von David Bowie, das im Jahr 1999 erschien. Das Album war etwas erfolgreicher als der Vorgänger Earthling. Dennoch waren die Verkaufszahlen - gemessen am Anspruch Bowies - enttäuschend. In Großbritannien reichte es zwar noch für Rang 5 der Charts, allerdings wurde das Album nur mit Silber ausgezeichnet. …hours unterscheidet sich konzeptionell deutlich von Earthling. Musikalisch knüpft …hours stärker an alte Bowie-Sounds aus den 1970ern an, es geht weniger um Drum'n'Bass. Inhaltlich bezieht sich das Album auf das Video-Game Omikron, für welches ein Großteil der Songs geschrieben wurde. Das Cover erinnert auch stark an den 70er Jahre Bowie - ein kurzhaariger Bowie liegt in den Armen eines langhaarigen Bowie, der wiederum stark an die 1970er erinnert.

Die Songs:

Thursday's Child bezieht sich inhaltlich auf die Autobiographie von Eartha Kitt. Gabrels und Bowie legen einen Song vor, der am klassischen 70's Bowie Sound orientiert ist, aber mit relativ modernen Rhythmussounds aufwartet. Something in the Air wird auch mit vergleichsweise modernen Rhyhtmussounds unterlegt. Darüber gibt es interessante schräge Sounds und atmosphärische Parts. Survive beginnt mit einer 12-String Gitarre balladesk. Wieder wird das Ganze von Sample Drums begleitet. Der Slow-Rock überzeugt vor allem mit seinen schönen Gitarrenparts. If I'm Dreaming My Life ist ein schöner Gitarrenrocker mit angenehmen Tempovariationen. Seven ist eine ordentliche Ballade, mit einigen guten Gitarren- und Synthieparts.

What's Really Happening? klingt rockig und wird mit ziemlich üppigen Gitarrenspielereien garniert. Der Song war ursprünglich als Instrumental auf Bowies Website vorgestellt worden. Dazu gab es einen Textwettbewerb. Jeder konnte einen Text einreichen - Alex Grant gewann, sein Text wurde von Bowie eingearbeitet. The Pretty Things Are Going to Hell erhält durch ein prägnantes Gitarrenriff eine härtere Note, sozusagen ein Hard-Rock a la Bowie. Der Song wurde erstmals als Soundtrack für den Film Stigmata genutzt. New Angels of Promise war ursprünglich auch Teil des Soundtracks zum Videogame Omnikron. Der Song wirkt rockig, wobei sich das Tempo kontinuierlich steigert. Brilliant Adventure ist ein kurzes Instrumental. Der Song erinnert stark an die Berlin Phase von Bowie. Vor allem durch die Kotosounds kommen Erinnerungen an Songs des Album Heroes auf. The Dreamers war auch Teil des Soundtracks zu Omnikron. Hier muss man leider wieder die Drum'n'Bass Sounds vernehmen, mit denen Bowie gerne arbeitete. Allerdings kann sich der Song angenehm steigern und rockt im weiteren Verlauf gut.

Fazit hours ist ein ordentliches Album. Im Vergleich zu den Vorgängeralben könnte man es sogar als gut bezeichnen, aber im Vergleich zu den folgenden Alben klingt es nur ordentlich. Bowie löst sich zum Glück von dem Wahn, permanent Sampledrums und ähnliche synthethische Klangquellen einsetzen zu müssen. Somit klingt das Album über weite Strecken angenehm rockig und leicht retro. Insgesamt fehlen aber die Höhepunkte. Das Album flacht außerdem mit zunehmender Laufzeit mehr und mehr ab und kann daher nicht komplett überzeugen.

Trackliste

  1. Thursday's Child 5:24
  2. Something in the Air 5:46
  3. Survive 4:11
  4. If I'm Dreaming My Life 7:04
  5. Seven 4:04
  6. What's Really Happening? 4:10
  7. The Pretty Things Are Going to Hell 4:40
  8. New Angels of Promise 4:35
  9. Brilliant Adventure1:54
  10. The Dreamers 5:14
  11. We All Go Through (nur in Japan)

2004 kam eine Reissue mit etlichen Remixes heraus.

Rezensent: MP