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CD-Kritik Barclay James Harvest - Time Honoured Ghosts

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Interpret: Barclay James Harvest

Titel: Time Honoured Ghosts

Erscheinungsjahr: 1975

Genre: Soft-Rock, Art-Pop

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:

Time Honoured Ghosts ist das sechste Studioalbum der englischen Band Barclay James Harvest. Es erschien im Jahr 1975, nachdem die Band mit dem 1974er Livealbum erstmals in die UK Charts gelangen konnte. Produziert hatte die Band erstmals in den USA. Die Band verzichtete auch hier wieder auf längere Songs, alles hatte hier Mainstreamtaugliche Längen, so zwischen 3 1/2 und 5 Minuten.

Inhaltlich gab das Album aber doch etwas mehr her, als der Vorgänger Everyone is Everybody Else. Von Insidern wird Time Honoured Ghosts oft als eines der wichtigeren Alben der Band bezeichnet.

Die Songs:

Mit In My Life geht es dann gleich sehr US-Mainstreammäßig los. Der Song hätte auch von einer AOR-Band aus den USA stammen können. Aber immerhin ist der Song gut gelungen. Sweet Jesus hat wieder viel von Crosby, Stills und Nash, aber es hat auch viele typische BJH-Anteile. Von daher geht der Song in Ordnung. Titles plätschert dann so vor sich hin, wieder sind die C,S,N Anleihen beachtlich. Inhaltlich bezieht sich die Band aber extrem stark auf die Beatles. Das ist ganz nett gemacht, eine Aufzählung von Beatles-Titeln eben. Jonathan ist wieder ein Song, der vor sich hin plätschert und nicht gerade aufregend ist. Das ist eben auch Barclay James Harvest.

Beyond The Grave ist dann wieder einmal ein kunstvollerer Song mit recht symphonischen Anteilen. Das klingt nicht schlecht, auch wenn es stellenweise etwas pathetisch klingt. Song For You beginnt erstaunlich, da kommen Erinnerungen an die frühen Who hoch, danach könnte man auch alte Caravan oder Camelanteile raushören. Aber der Song ist wirklich interessant gemacht. Für mich der stärkste Song des Albums. Hymn For The Children ist wieder einmal eine Ballade. Aus meiner Sicht ist der Song komplett verunglückt. Der Off-Beat klingt übel, die Bridge mit den Weihnachtsglöckchen passt irgendwie nicht. Moongirl klingt interessant, vor allem wegen der Lucy In The sky mäßigen Keyboards. Eine schöne BJH Ballade, sehr Mainstream, aber dennoch in Ordnung. One Night beendet das Album dann wieder ordentlich. Kein Übersong, aber ein schöner typischer BJH Song, den die Band auch Live gerne mal spielte.

Time Honoured Ghosts liegt aus meiner Sicht auf Augenhöhe mit Everyone is Everybody Else. Im Prinzip wirken viele der Songs eigentlich besser und in sich stimmiger. Aber auch hier gibt es mit Hymn For the Children einen Totalausfall und den ein oder anderen Song, der etwas belanglos wirkt. Erstaunlich ist auch hier dieser Bezug auf Crosby, Stills And Nash Gesangsharmonien, was die Band in starken Bezug zum typischen US-Mainstream bringt. Insgesamt geht das Album aus meiner Sicht in Ordnung, aber eben auch nicht mehr.

Die Tracks:

  1. In My Life 4.39
  2. Sweet Jesus 3.30
  3. Titles 3.49
  4. Jonathan 4.45
  5. Beyond The Grave 4.08
  6. Song For You 5.20
  7. Hymn For The Children 3.39
  8. Moongirl 4.51
  9. One Night 5.21

Rezensent: MP