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KurzInfo und Diskographie: Barclay James Harvest

Barclay James Harvest ist eine Rockband aus Großbritannien. Die Band wurde anfangs dem Bereich des symphonischen Rock bis Melodic Rock und stellenweise dem Prog-Rock zugeordnet. Die größten Erfolge erzielte die Band später aber eher mit einer Art Soft-Rock. In dieser Phase ab Ende der 1970er bis in die 1990er, hatte die Band vor allem in Deutschland großen Erfolg.

Gegründet wurde Barclay James Harvest schon im Jahr 1966 in Großbritannien, damals waren als Gründungsmitglieder John Lees, Les Holroyd, Stuart Woolly Wolstenholme und Mel Pritchard dabei.

Im Jahr 1970 erschien das erste Album Barclay James Harvest, das von Kritikern durchaus gut bewertet wurde, kommerziell jedoch kein großer Erfolg war.

Noch besser bewertet wurde das zweite Album Once Again, welches die Band dann auch etwas bekannter machte. Möglicherweise lag das an der anschließenden Tour, für welche die Band ein komplettes Orchester mitnahm. Mit dem dritten Album Barclay James Harvest and Other Short Stories konnte die Band noch einmal zulegen. Das Album kam bei Fans und Kritikern sehr gut an. Leider konnte die Band die hohen Ansprüche mit dem vierten Album Baby James Harvest nicht bestätigen. Man mutmaßt, dass die Band aufgrund der hohen Erwartungshaltung und vor allem dem intensiven Touren etwas ausgelaugt war.

Barclay James Harvest suchte sich im Anschluss eine neue Plattenfirma und veröffentlichte 1974 das Album Everyone Is Everybody Else. Dieses Album brachte die Band in die Erfolgsspur zurück. Aufgrund massiven Radio-Airplays und einer Einladung von BBC's John Peel konnte die Band ihre Bekanntheit massiv verbessern. Das Album selbst wird von vielen Betrachtern als ein Höhepunkt der Bandgeschichte betrachtet. Mit dem folgenden Live Album Barclay James Harvest Live konnte die Band ihren Erfolg bestätigen und schaffte es zum ersten Mal in die englischen Charts, wo das Album bis auf Rang 40 klettern konnte. Das in den USA aufgenommene Album Time Honoured Ghosts (1975) schaffte es dann bis auf Rang 32 im UK, das 1976er Album Octoberon kletterte sogar bis auf Rang 19 im UK. Im Heimatland war Barclay James Harvest damit eine feste Größe. Auch im europäischen Ausland, vor allem in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, konnte sich die Band einen guten Ruf erspielen.

Im restlichen Europa (vor allem in Deutschland, Frankreich und der Schweiz) wurde die Band dann mit dem 1977er Album Gone To Earth noch bekannter. Die Band schaffte sich mit dem Album vor allem in Deutschland eine treue Fangemeinde, welche die folgenden Alben alle kräftig kaufte. Dafür ließ im Heimatland der große Erfolg etwas nach. Nach dem Album XII im Jahr 1979 ging Woolly Wolstenhome und mit ihm sicherlich ein Musiker, der den symphonischen Sound der Band ziemlich beeinflusste.

Ungeachtet dessen konnte sich die Band weiter auf ihr treues Publikum verlassen. Wie erwähnt war die Band vor allem in Deutschland extrem beliebt, wo sie dann im Jahr 1980 das berühmte Konzert vor dem Reichstag spielte, zu dem schätzungsweise 250.000 Menschen kamen. Ein weiteres Live Highlight für die Band war das Konzert im Jahr 1987 im Treptower Park in Ostberlin, wo weit mehr als 170.000 Menschen kamen.

Die Band agierte zu der Zeit als Trio ohne Wolstenhome. Für das 1990er Album nannte man sich kurzfristig nur noch BJH, später wurde der alte Namen wieder aktiviert. Ab 1998 schien dann jedoch der Wurm drin gewesen zu sein. John Lees trat unter dem Namen Barclay James Harvest through the eyes of John Lees auf. Auch von Woolly Wolstenhome hörte man plötzlich wieder etwas und dazu traten dann noch Les Holroyd und Mel Pritchard als Barclay James Harvest featuring Les Holroyd auf. 2004 verstarb Mel Pritchard, ab 2006 traten Lees und Wolstenholme als John Lees' Barclay James Harvest auf. Danach taten sich Lees, Wolstenhome und Holroyd dann doch wieder als Barclay James Harvest zusammen.

    Diskographie:
  • 1970: Barclay James Harvest
  • 1971: Once Again
  • 1971: Barclay James Harvest And Other Short Stories
  • 1972: Baby James Harvest
  • 1974: Live, (Live)
  • 1974: Everyone Is Everybody Else
  • 1975: Time Honoured Ghosts
  • 1976: Octoberon
  • 1977: Gone To Earth
  • 1978: Live Tapes, (Live)
  • 1978: XII
  • 1979: Eyes Of The Universe
  • 1981: Turn Of The Tide
  • 1982: Berlin - A Concert For The People (live)
  • 1983: Ring Of Changes
  • 1984: Victims Of Circumstance
  • 1987: Face To Face
  • 1988: Glasnost, (live)
  • 1990: Welcome To The Show
  • 1993: Caught In The Light
  • 1997: River Of Dreams
  • 2002: BBC in Concert 1972
  • Compilations
  • 1972: Early Morning Onwards
  • 1977: The Best of Barclay James Harvest
  • 1979: The Best of Barclay James Harvest, Volume 2
  • 1980: Mocking Bird, The Early Years
  • 1981: The Best of Barclay James Harvest, Volume 3
  • 1985: The Compact Story Of BJH
  • 1987: Another Arable Parable
  • 1990: Alone We Fly
  • 1991: The Harvest Years
  • 1993: Loving Is Easy - Best Of
  • 1993: Sorcerers and Keepers
  • 1996: Endless Dream
  • 1997: The Best of Barclay James Harvest
  • 1997: Mocking Bird
  • 1999: Master Series
  • 2000: The Collection
  • 2001: Mockingbird
  • 2001: Mocking Bird - The Best of Barclay James Harvest
  • 2005: All Is Safely Gathered In
  • 2008: After The Day The Radio Broadcasts 1974-1976
    John Lees' Barclay James Harvest
  • 1999: Nexus
  • 2000: Revival Live 1999 - Through the Eyes of John Lees, 2000 (Live)
  • 2007: Legacy, 2007 (Live)
  • BJH feat. Les Holroyd
  • 2002: Revolution Days
  • 2003: Live in Bonn
  • 2003: Evolution Years - The Best of Barclay James Harvest featuring the songs of Les Holroyd
  • 2006: Classic Meets Rock with Prague Philharmonic Orchestra

 

CD-Tipps:

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