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Albumbesprechung Jeff Beck - TruthAnzeigeTitel: Truth Erscheinungsjahr: 1968 Genre: Rock, Blues-Rock
Truth ist ein Album des britischen Gitarristen Jeff Beck. Das Album erschien im Jahr 1968 und war sozusagen das Debütalbum von Jeff Beck plus Band. Beck war in der Zeit als ehemaliger Yardbirds Gitarrist zwar einer der bekanntesten Gitarristen in England, stand aber doch ein wenig im Schatten eines Eric Clapton oder Jimmy Page. Mit Truth legte Beck aber gleich mal ein sattes Pfund vor. Die Kritiker überschlugen sich geradezu vor Begeisterung. Der Mix aus härterem Rock und Blues kam gut an. Es gibt heute Fachleute, welche das Album als eines der ersten Heavy-Metal Alben sehen. Das finde ich persönlich übertrieben - aber ein Meilenstein ist Truth sicherlich. Die Band war sehr stark besetzt. Beck zeigte sich an der Gitarre zwar zurückhaltend, aber gut aufgelegt. Rod Stewart sang selten besser. Ronnie Wood am Bass und Micky Waller an den Drums gaben dem Album ein solides Rhythmusfundament. Mit dabei war auch Keyboarder Nicky Hopkins, den man auf dem nächsten Album aber besser vernehmen konnte. Außerdem waren als Gäste z. B. Jimmy Page und Keith Moon dabei. Die Songs: Shapes of Things ist ein Song der Yardbirds. In der Beck-Interpretation klingt das fast noch etwas besser, der Song wird als eines der Highlights des Albums angesehen. Während Beck eher zurückhaltend spielt (mal abgesehen von der interessanten Schlusssequenz), glänzt Stewart mit seinem Gesang. Let Me Love You ist ein reinrassiger Blues-Rock. Wieder singt Stewart sehr gut, dafür bringt sich Beck dieses Mal sehr viel stärker ein und zeigt, was er kann. Morning Dew klingt im Original leicht psychedelisch, was in der Version von Beck und Stewart gut zum Ausdruck kommt. You Shook Me ist die Interpretation eines Bluesklassikers von Dixon/Lenoir. Ehrlich gesagt klingt die Nummer etwas flach. Allerdings stechen die experimentellen bis psychedelischen Gitarrenparts von Beck heraus. Ol' Man River ist ein Gospelsong, den Beck mit seinen Licks aufwertet. Einen seiner seltenen Auftritte als Akustikgitarrist gibt Beck auf dem Song Greensleeves. Der Song wird allgemein als eines der Highlights des Albums gewertet. Rock My Plimsoul ist ein relaxt shuffelnder Blues mit den bis dahin besten Gitarrenleistungen Becks. Schön gemacht sind die Frage Antwort Spiele zwischen Beck und Stewart. Beck's Bolero gehört zu den Kernsongs des Albums, zumindest was den Status von Beck als Gitarrist betrifft. Mit dem Song hat Beck zusammen mit Jimmy Page einen Gitarrenklassiker geschaffen, da gibt es keinen Zweifel. Basis ist das Thema von Bolero, worüber dann stellenweise hart und manchmal psychedelisch gerockt wird. Auf Blues De Luxe zeigt Stewart stimmlich wieder eine gute Leistung. Außerdem gibt es, neben ausgedehnten Soli von Beck, auch ein schönes Pianosolo. Der letzte Song des Originalalbums I Ain't Superstitious ist wieder ein Willie Dixon Cover. Der Song gehört zu den Bluesklassikern. Was Jeff Beck draus macht, klingt gut. Toll gemacht ist der intensive Wah-Wah Einsatz, welcher bis zur Imitation von Hundegeheul reicht.
Rezensent: MP
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