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CD-Kritik: BAP - Radio Pandora pluggedAnzeigeTitel: Radio Pandora plugged Erscheinungsjahr: 2008 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Radio Pandora ist ein Album der Kölner Band BAP. Das Album erschien im Jahr 2008. Die Band ist seit 1983 unterwegs und gehört zu den Institutionen des Deutsch-Rock. Das ist erstaunlich, zumal Sänger Niedecken seine Texte in der Regel in Kölscher Mundart unter die Leute bringt. In den 1990ern stagnierte die Entwicklung der Band. In der Phase ging unter anderem Gitarrist Major Heuser, was für viele Fans gleichbedeutend mit dem Ende der Band war. Allerdings tat Niedecken mit der Verpflichtung von Helmut Krumminga einen Glücksgriff. Der veredelte schon das Album Aff un zo und kann auch hier wieder mit seinem Gitarrespiel überzeugen. Das Album Radio Pandora war sicherlich einer der Überraschungserfolge im Jahr 2008. Es konnte scheinbar mühelos die Topposition der deutschen Charts erobern und hielt sich wacker dort oben. Die Band legte das Album gleich in zwei Versionen vor - einer plugged und einer unplugged Version. Ich nehme mir mal die Stromvariante vor. Die Songs: Prädestiniert eröffnet das Album melodisch. Die Singer Songwriternummer ist schön instrumentiert und geschmackvoll interpretiert. Hühr Zo, Pandora klingt rockiger und ist im klassischen Rolling Stones Stil gehalten. Da hört man das eine oder andere Keith Richards Zitat heraus. Et Ess, Wie't Ess hält die Richtung, das Intro erinnert an Start Me Up. Der Song shuffelt gut. Diego Paz Wohr Nüngzehn groovt in bester Z.Z Top Tradition. Frankie Un Er schaltet einen Gang zurück. Die relativ melancholisch klingende Ballade wird ganz im Geist der US-amerikanischen Vorbilder Niedeckens präsentiert. Wat Für E' Booch beginnt atmosphärisch, die einsetzenden Marching Drums leiten in einen schönen Rocksong mit überzeugenden Gitarrenparts. Wolf Un Skorpion setzt die gute Gitarrenarbeit fort. Ein schöner Song, der sich wieder relativ eng an US-amerikanischen Vorbildern orientiert. Kron Oder Turban tendiert stärker in Richtung shuffliger Bluesrock. Noh Gulu klingt etwas anders. Der Song besitzt einen Weltmusik Einfluss und wirkt etwas bedrückend. Die textliche Botschaft wird musikalisch exzellent umgesetzt. Wa'ss Loss Met Dä Stadt? klingt wieder sehr nachdenklich und melancholisch. Der Song ist sparsam instrumentiert, tragende Elemente sind Piano- und Akustikgitarrensounds. Dazu gibt es angenehme Streichersounds. Dafür rockt der nächste Song Musik, Die Nit Stührt gut. Morje Fröh Doheim ist zu Beginn recht aufwändig instrumentiert. Das Introthema wird von Niedecken gesanglich übernommen. Songs Sinn Dräume sagt schon mit dem Titel aus, wo es musikalisch hingehen soll. Der Song klingt verträumt und balladesk. Für Immer Jung ist auch balladesk gehalten, klingt aber gänzlich anders als die vorhergehenden ruhigen Songs. Die Coverversion eines Bob Dylan Titels lebt vor allem von den gelungenen Gitarrenlicks. Die Coverversion muss sich nicht hinter dem Original verstecken.
Rezensent: MP
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