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CD-Kritik Baby Animals - Shaved And DangerousAnzeigeTitel: Shaved And Dangerous Erscheinungsjahr: 1993 Genre: Rock, Hard-Rock Bewertung: ![]()
Shaved And Dangerous ist das zweite Album der australischen Band Baby Animals. Es erschien im Jahr 1993 und war bis 2008 das letzte Album der Band. Die Baby Animals hatten sich gegenüber dem Debütalbum offensichtlich weiterentwickelt. Außerdem merkt man dem Album die Mitarbeit von Nuno Bettencourt (Extreme) an. Der spätere Ehemann von Frontfrau DeMarchi schrieb einen Song mit und produzierte auch ein paar Songs. Insgesamt zeigte sich die Band musikalisch gereifter. Stellenweise kann man einige Songs sogar als relativ komplex bezeichnen, auch wenn die Band letztlich eine Band des härteren Mainstream Rock ist. Leider kommt Gitarrist Leslie in der Abmischung manchmal etwas zu leise heraus. Das ist schade, denn er zeigt sich selbstbewusster als auf dem Debütalbum und haut einige schöne Riffs und Licks raus. Die Songs: Don't Tell Me What To Do eröffnet das Album mit einem Mix aus balladesken und mittelharten Parts. Die Gitarrenarbeit ist schön gemacht, Richtung Refrain wird es Riffrockig. Das Solo klingt angenehm abgedreht und erinnert an Hendrix' Experimente. Buputa groovt richtig gut los, auch hier fühlt man sich immer wieder an Hendrix erinnert (vor allem in den Strophen). Der Refrain wirkt härter und tendiert in Richtung Metallica. Life From A Distance klingt wie eine typische Ballade des harten Genres. Im Refrain wird leicht zugelegt. Das klingt dann nach traditionellem Riffrock. Der Song Be My Friend stammt im Original von der Band Free. Warum die Baby Animals den Song covern, ist mir unklar, zumal ihre Version wirklich bescheiden klingt und dem Original nie das Wasser reichen kann. Lovin Lies klingt nicht schlecht. Vor allem der Part mit dem Gitarrensolo ist gut gemacht. Lights Out At Eleven ist eine schön gemachte Ballade. Die Gitarrenparts bauen in Zusammenhang mit De Marchis Gesang eine angenehme Stimmung auf. Backbone beginnt belanglos. Dieser bescheidene Anfangspart wird leider permanent wiederholt. Besser passt das bei Nervous At Night. Der Song beginnt balladesk, wird dann knackig groovig präsentiert. Das klingt durchgängig gut. Because I Can wurde von Nuno Bettencourt mitkomponiert und mitgespielt, was man deutlich hört. Nuno bringt hier sehr viel klassische Extreme und Led Zeppelin Anteile ein. Der Song wirkt wie ein Fremdkörper und hätte besser auf ein Extreme Album gepasst. Als ob es bei der Band eine Tradition ist, fallen dann auch noch die letzten beiden Songs ab.
Rezensent: MP
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