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CD-Kritik Baby Animals - Baby Animals

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Interpret: Baby Animals

Titel: Baby Animals

Erscheinungsjahr: 1991

Genre: Rock, Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Das Album Baby Animals ist das selbstbetitelte Debütalbum der australischen Band Baby Animals. Das Album erschien im Jahr 1991. Die Band um Frontfrau Suze DeMarchi ging für die Aufnahmen in die USA und konnte sich dort den bekannten Produzenten Mike Chapman angeln. Im Heimatland Australien schoss das Album sofort auf Rang 6 der Charts, kletterte auf Platz 1 und konnte sich immerhin 6 Wochen an der Spitze halten. Lange Zeit war es das bestverkaufte australische Debütalbum überhaupt.

Im Ausland lief es nicht ganz so gut. Die Band klang auf dem Album noch relativ rau und ungeschliffen. Musikalisch bediente sie sich einfacher Strukturen und vieler Klischees, was von Kritikern immer wieder bemängelt wurde.

Die Songs:

Mit Rush You bewegt sich die Band im klassischen Hard-Rock. Die Strophenteile singt DeMarchi gut, der Refrain fällt etwas ab. Early Warning haut in die ähnliche Kerbe wie Rush You. Der Song geht gut ab, in der Strophe wird DeMarchi wieder gut herausgestellt, der Refrain klingt aber sehr austauschbar. Mit Painless folgt einer der stärksten Songs des Albums. Der Song ist schön gemacht und setzt sich positiv von den ersten beiden Songs ab. Der Refrain klingt richtig gut, auch das Gitarrensolo setzt hier Akzente.

Make It End wirkt ruhiger und balladesker als Painless. Die Gitarrenvoicings klingen glockig und glasig, DeMarchi erinnert an Chrissie Hynde. Big Time Friends shuffelt dann relativ hart, im Strophenteil groovt der Song gut. Leider fällt der Refrain wieder etwas ab. Working For the Enemy beginnt mit klassischen Hard-Rock Riffs und bedient sich über die gesamte Länge vieler Klischees. Dennoch ist der Song ganz gut gelungen. One Word beginnt mit einem Pickingmix aus Akustischer und Elektrischer Gitarre. Danach tendiert die Band aber leider wieder zu einer weniger originellen Art von Hauruckrock. Die Strophenparts klingen aber zumindest in den ruhigeren Passagen ganz gut. Break My Heart ist wieder eine Ballade. Die Gitarre erinnert an Chris Isaaks Wicked Game, DeMarchis Gesang erinnert an Chrissie Hynde. Die letzten drei Songs Waste Of Time, One Too Many und Ain't Gonna Get fallen deutlich ab. Da wird relativ unoriginell draufgehauen, die Band zitiert mal Led Zeppelin, nutzt alte Bluesphrasen oder bringt etwas Punk ein.

Fazit Die Baby Animals liefern mit ihrem Debütalbum ein ordentliches Werk ab. Aber leider gibt es doch gewisse Schwächen. Manchmal klingt alles etwas austauschbar und klischeehaft. Das Songmaterial geht zwar größtenteils in Ordnung, aber zum Schluss scheint der Band die Puste auszugehen, denn die letzten drei Songs fallen ab. Highlights des Albums sind die Songs Make it End und Painless. Aber sonst bewegt sich die Band im Durchschnitt.

Trackliste

  1. Rush You - 4:11
  2. Early Warning - 3:57
  3. Painless - 3:42
  4. Make It End - 4:09
  5. Big Time Friends - 4:54
  6. Working for the Enemy - 4:32
  7. One Word - 3:58
  8. Break My Heart - 4:03
  9. Waste of Time - 3:38
  10. One Too Many - 5:08
  11. Ain't Gonna Get - 2:58

Rezensent: MP