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Albumbesprechung Hard Meat - Hard Meat

Interpret: Hard Meat

Titel: Hard Meat

Erscheinungsjahr: 1970

Genre: Rock, Psychedelic

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Hard Meat ist der Titel des Debütalbums der gleichnamigen Band Hard Meat. Das Album erschien im Jahr 1970, kommerziell war es kein Erfolg.

Eingespielt wurde das Album in der Besetzung Michael Dolan (Gitarre, Leadgesang, †2014), Steve Dolan (Bass, Akustikgitarre, Gesang, †2000) und Drummer Mick/Mike Carless († 12. Januar 2021). Das Trio bestand etwa von 1968 bis 1971 und veröffentlichte nach diesem Album noch im selben Jahr ihr zweites und letztes Album - Through A Window. Die Band legte damit zwei gelungene Alben vor, sie hatte Potential und einen Deal beim großen Warner Bros. Label. Aber Hard Meat schafften es trotz aller Anstrengungen nicht und lösten sich 1971 auf.

Im Nachhinein konnte sich das Album dank Internet einer gewissen Beliebtheit erfreuen, es wird heute als Geheimtipp relativ hoch gehandelt.

Die Songs

Through A Window beginnt mit einem schönen arpeggierten Gitarrenintro, welches in einen kräftigen Riffrock mündet. Das erinnert stellenweise an Cream, hat etwas leicht psychedelisches, im weiteren Sinn kann man auch eine subtile Prognote wahrnehmen.

Yesterday, Today, Tomorrow wirkt mit seinem moderateren Tempo noch etwas psychedelischer. Nicht schlecht, aber so richtig überzeugt mich der Mix aus Psychedelic, 60s Beat und Gordon Giltrap nicht.

Space Between legt mit seinem hypnotischen Groove eindeutig zu. Schöner Stoff mit ausladendem Soloteil und dem ein oder anderen krautigen Moment.

Time Shows No Face zeigt eine andere Seite der Band, musikalisch erinnert mich das manchmal an die Beatles incl. einer subtilen Westcoast Note.

Run Shaker Life ist nicht nur aufgrund seiner Laufzeit von über 10 Minuten etwas besonderes. Zunächst muss man festhalten, dass die Band unbändigen Druck macht, Carless trommelt brillant und treibt das Team polyrhythmisch an, die Rhythmusgitarren scheppern psychedelisch. Unterbrochen wird dieses Groovegewitter von psychedelischen Soundlandschaften, die mich entfernt an Blind Faith erinnern.

Universal Joint rockt vergleichsweise schnörkellos, musikalisch befindet sich die Band in einer Welt zwischen zwischen Cream und härterem US-Rock.

Abgeschlossen wird das Album von der Coverversion des Dylan Songs Most Likely You Go Your Way I'll Go Mine. Nicht schlecht gemacht, gut gelungen ist die Durchsetzung der individuellen Note u. a. über den Gesang, einmal mehr Carless' Drumarbeit und das schöne Gitarrensolo.

Fazit Hard Meat legte mit dem gleichnamigen Debütalbum einen starken Einstand hin. Ich glaube, dass es schon eine gewisse Erwartungshaltung gab - so ein Deal mit Warner Bros. kommt zumindest nicht von Ungefähr. Im Grund hatte das Trio auch alles, was es damals brauchte. Aber aber am Ende hat es nicht funktioniert. Schade, beide Alben sollte man als Classic-Rockfan mal gehört haben. Dieses Debütalbum ist gut und wird häufig in 'Geheimtipp-Listings' geführt, das zweite Album war m. E. noch etwas besser. Davon abgesehen gehören beiden Alben in 'meine' Hidden Gems Liste.

Trackliste

  1. Through A Window 3:51
  2. Yesterday, Today, Tomorrow 5:03
  3. Space Between 4:33
  4. Time Shows No Face 3:56
  5. Run Shaker Life 10:16
  6. Universal Joint 3:39
  7. Most Likely You Go Your Way I'll Go Mine 5:03

Rezensent: MP