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CD-Kritik Watson Twins - Talking To You, Talking To Me

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Interpret: Watson Twins

Titel: Talking To You, Talking To Me

Erscheinungsjahr: 2010

Genre: Country, Alternative Country

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Die Watson Twins sind Chandra und Leigh Watson. Die beiden veröffentlichen in den nächsten Tagen (Mitte Februar 2010) ihr neues Album Talking To You, Talking To Me. Bislang war die Band für ihre Alternative Musik mit Einflüssen aus Country und Folk bekannt. Mit dem neuen Album Talking to You, Talking To me entfernen sich die beiden aber etwas vom Sound der Vorgängeralben.

Die Band produzierte mit Russell Pollard und J. Soda und spielte, nach eigenen Angaben, viele Songs live im Studio ein. Chandra und Leigh nennen dabei als große Einflüsse z. B. The Doobie Brothers, James Taylor, Carly Simon, Bette Midler, Linda Ronstadt und ähnliche Künstler. Das merkt man diesem Album aus meiner Sicht durchaus an.

In Songs wie Devil In You, der Akustikballade Snow Canyons sowie mit Tell Me Why, Calling Out und Give Me A Chance knüpft die Band aus meiner Sicht musikalisch an diese Vorbilder an. Da schwingt viel Country mit und viel von der Musik der oben genannten Künstler. Vor allem Carly Simon und Linda Ronstadt scheinen hier Spuren hinterlassen zu haben, wobei das stellenweise aber auch in Richtung Carole King oder sogar John Denver geht.

U-N-Me ist rhythmischer angelegt und geht in Richtung Traveling Wilburys. Dazu etwas Blondiefeeling und fertig ist ein netter und eingängiger Song. Die leichten Anleihen an den New Wave der frühen 1980er klingen dabei ganz schön. Einen gewissen Alternative Approach gibt es dann noch in Songs wie Modern Man, Harpeth River und Forever Me. Oft schwingt da eine gewisse melancholische Note mit.

Midnight lehnt sich aus meiner Sicht etwas an den 1970er Soul an (zumindest rhythmisch). Die Annäherungen an 1970er Sounds werden durch die Orgelsounds, die kurzen Gitarrenchords auf die geraden Beats und die fuzzige Leadgitarre verstärkt.

Savin' You bildet dann eigentlich ein gewisses Kontrastprogramm zu den bisherigen Songs. Das klingt poppig und beschwingt. Gesanglich erinnert mich das durchaus an Dido. Aus meiner Sicht gibt es eine gewisse Affinität zu den Beatles, die Slides erinnern mich sehr an George Harrison. Auch Brave One hat etwas von den Beatles, der Song beginnt wie eine Alternative Variante eines Beatles Songs aus deren Anfangszeit. Irgendwie klingt das mit dem netten Gesang ganz angenehm und leicht verspielt.

Das neue Album der Watson Twins ist nett anzuhören. Die Band bezieht sich in einem der Großteil der Songs stark auf ihre Wurzeln, die musikalisch in den eingangs genannten Einflüssen mit Schwerpunkt 1970er liegen. Das Ergebnis sind einige Songs mit gewissen Countryeinflüssen und folkigen Parts. Ganz interessant klingt es immer, wenn die Band auch etwas Alternative Sounds zugibt. Die sind hier zwar eher subtilerer Natur, geben dem Ganzen aber etwas mehr Substanz. Die Songs sind alle gut anzuhören, leider fehlt aber manchmal der gewisse Kick und die eine oder andere originellere Idee. Vielleicht hätte die Band doch mehr an Alternative Sounds festhalten sollen. Trotzdem liefern die Zwillinge ein ordentliches Album, das man eigentlich immer ganz gut anhören kann. Der ganz große Wurf ist das Album aus meiner Sicht aber nicht.

Trackliste

  1. Modern Man
  2. Harpeth River
  3. Forever Me
  4. Midnight
  5. Savin' You
  6. Brave One
  7. Devil In You
  8. Snow Canyons
  9. Tell Me Why
  10. Calling Out
  11. Give Me A Chance
  12. U-N-Me

Rezensent: MP