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Albumbesprechung Uriah Heep - Very 'eavy Very 'umbleAnzeigeTitel: Very 'eavy Very 'umble Erscheinungsjahr: 1970 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Very 'eavy... Very 'umble ist der Name des Debütalbums der Band Uriah Heep. Das Album erschien im Jahr 1970, es wird heute zu den wichtigen frühen Werken des Heavy-Metal gezählt. Ursprünglich fiel das Album jedoch durch. Die Kritiken zum Album waren mäßig, um nicht zu sagen schlecht. Berühmt wurde eine Review des Rolling Stone. Die Kritikerin konstatierte: "sollte die Band es schaffen, werde ich mich umbringen". Das war schon ziemlich eindeutig. Aber das begleitete die Band eigentlich über einen Großteil ihrer Karriere. Entweder sie wurde geliebt, oder sie wurde gehasst. Dazwischen passte nicht viel. Die Band erreichte mit dem Album aber immerhin Rang 186 der US Billboard-Charts. In Italien kam sie sehr gut an und erreichte Rang 8 der Charts. Wenn man das Album in Händen hält, fällt zuerst einmal das Cover auf. Der Kopf mit den Spinnweben erzeugt ein gewisses Schaudern. Damit definiert die Band auch ein Stück weit ihre Musik. So ein Cover wirkt hart und Uriah Heep zählte zu den Pionieren des harten Rock. Dabei versuchte die Band, sich etwas vom Mainstream abzusetzen. Uriah Heep konnte mit einigen guten Einfällen durchaus gefallen, oder auch nicht. Kopf der Band war eigentlich Ken Hensley. Allerdings hielt er sich mit Songbeiträgen auf diesem Album noch sehr zurück. Hier brachten sich vor allem Mick Box und David Byron ein, daneben auch Bassist Paul Newton. Mit Very 'eavy Very 'umble legte die Band ein Album mit Licht und Schatten vor. Die großen Höhepunkte fehlen hier eigentlich. Lediglich der Song Gypsy sticht etwas aus der Masse der Songs heraus. Die Band zeigt sich experimentierfreudig, aber musikalisch funktioniert das nicht immer. Die Gitarrenparts von Mick Box waren nicht immer ausgereift. Die Rhythmussektion zeigte erhebliche Schwächen. Alleine Ken Hensley musizierte auf einem guten Niveau. Mit Sänger David Byron ist das so eine Sache. Hier schieden sich die Geister - für den einen war Byron einer der besten Sänger jener Zeit, andere bezeichneten ihn als Schreihals. Ich persönlich würden den Gesang Byrons jedoch eher positiv bewerten. Auch die Vokalharmonien - eines der Markenzeichen der Band - waren auf diesem Album gut gelungen. Wie gesagt weist das Album Licht und Schatten auf. Gypsy ist der beste Song des Albums. Ähnlich ist I'll Keep On Trying angelegt, erreicht jedoch nicht die Qualität von Gypsy. Die Coverversion von Come Away Melinda ist ordentlich gemacht. Die anderen Songs kann man anhören, aber sie weisen doch mehr Schwächen als Stärken auf. Dieses Album hat den Ruf von Uriah Heep sicherlich begründet. Entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Gemessen an dem Album würde ich sagen: ich mag Uriah Heep nicht. Ein guter Song (Gypsy) ist zu wenig für ein ganzes Album. Fairerweise muss man aber sagen, dass die Band sich positiv entwickeln konnte. Nachdem die Rhythmussektion ersetzt wurde, lief es deutlich besser. Schon mit dem nächsten Album Salisbury war ein Aufwärtstrend erkennbar. Die Original-Tracks:
Rezensent: MP |