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Albumbesprechung Straight Shooter - 5

Interpret: Straight Shooter

Titel: 5

Erscheinungsjahr: 1983

Genre: Hardrock



Bewertung: Wertung: 4 von 10 Sternen
(4/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

5 ist ein Album der deutschen Band Straight Shooter. Das Album erschien im Jahr 1983. Es war das fünfte Album der Band, nach dem Release löste sich die Band zunächst auf. Straight Shooter war eine vielversprechende deutsche Band. Die Band entstand in der Phase des Krautrock, wird dem Genre aber normal nicht zugeordnet. Die Band kam aus Krefeld und wurde nach meinem Kenntnisstand vom ehemaligen Streetmark Sänger Georg Buschmann gegründet. Pate für den Bandnamen stand, wenn ich mich noch richtig erinnere, der gleichnamige Bad Company Song Straight Shooter. Die Marschrichtung der Band war Hard-Rock. Und Straight Shooter brachten ihre Musik gar nicht mal so schlecht zu Gehör. Allerdings reichte es der Band nie zum Durchbruch.

Am Ende der klassischen Krautrockphase lobte man in Deutschland gerne jede Musik als vielversprechend, die sich vom klassischen Krautrock unterschied. Dazu gehörten natürlich auch Hardrockbands. Und damit gehörte im erweiterten Sinn auch die Band Straight Shooter dazu. Georg Buschmann beherrschte ein vergleichsweise respektables Englisch. Seine Stimme war stellenweise Hard-Rock tauglich. Das zeigt er hier - eben stellenweise. Probleme bekommt Buschmann, wie jeder Sänger, wenn er seine Stimme zu sehr presst. Manchmal versucht er stimmlich in AC/DC Bereiche zu gelangen, was aber nicht immer funktioniert. Aber er zeigt auch, dass er ein ordentliches stimmliches Potenzial besitzt. Die Gitarrenarbeit von Günter Striepling ist songdienlich und ordentlich. Hans Plankert bringt zwar technisch gute Beiträge an den Tasten, aber die Synthesizer-Sounds klingen ungemein aufdringlich und stellenweise einfach unpassend. Noch unpassender wirken aus meiner Sicht die Drumsounds. Es scheint so, als ob man hier die damals beliebten Simmons-Drums nutzte. Das passt aber zu hartem Rock überhaupt nicht. Passender war das immer in Verbindung mit Stilistiken wie der Neuen Deutschen Welle. Und deshalb hören sich auch viele der Songs ziemlich NDW-lastig an. Das wirkt dann verwirrend, denn NDW und Hard-Rock geht nicht so gut zusammen.

In der Summe bietet Straight Shooter auf dem Album 5 solide Rockmusik, vornehmlich der härteren Gangart. Hard-Rock fände ich jedoch übertrieben ausgedrückt. Vor allem die ersten fünf Songs sind einfach zu uneinheitlich bzw. unentschlossen. Wesentlich besser packt es die Band mit den letzten vier Songs, die ganz gut klingen. Aber insgesamt überwiegen die schwächeren Momente auf dem Album.



Trackliste

  1. Distant Scream
  2. Looking For You
  3. Straight Waves
  4. Set Me Free
  5. I'm On My Way
  6. Cruisin' Every Night
  7. Hidin' Away From Your Spell
  8. Rescue Me
  9. Deep


Rezensent: MP