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Albumbesprechung Steppenwolf - Steppenwolf

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Interpret: Steppenwolf

Titel: Steppenwolf

Erscheinungsjahr: 1968

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Steppenwolf ist das gleichnamige Debütalbum der US-Band Steppenwolf. Das Album erschien im Jahr 1968. Für Steppenwolf bedeutete das Album den Durchbruch, zumal mit Born To Be Wild ein Klassiker und Evergreen der Rockmusik auf dem Album ist. Auch der Song The Pusher wurde recht bekannt. Geholfen hat dabei sicherlich, dass beide Songs für den Soundtrack des Filmklassikers Easy Rider genutzt wurden. Born To Be Wild erreichte als Single im Jahr der Veröffentlichung Rang 2 der US-Charts. Das Album kam immerhin bis auf Rang 6 der US-Charts. Das ist nicht schlecht für ein Debütalbum.

Die Kritiken für das Album fielen ganz gut aus, das Album wird heute allgemein als Klassiker der Rockmusik betrachtet und gilt als ein wichtiges Album des frühen Hard-Rock. Aufgrund der Textphrase Heavy Metal Thunder im Klassiker Born To Be Wild wird John Kay von vielen Betrachtern sogar als Begründer des Heavy Metal angesehen.

Mit dabei auf dem Album waren John Kay: lead vocals, Gitarren, Harmonica, Rushton Moreve: bass, backing vocals, Michael Monarch: Gitarren, backing vocals, Goldy McJohn: Hammond Orgel, Piano, E-Piano und Jerry Edmonton: drums, percussion, backing vocals.

Wie eingangs erwähnt, wird das Debütalbum von Steppenwolf häufig als Hard-Rock eingestuft. Allerdings ist das auch etwas irreführend, denn beileibe nicht jeder Song ist Hard-Rock. Die Band orientierte sich, wie viele andere Bands jener Zeit, durchaus an psychedelischen Sounds und Anleihen an Blues und Soul.

Sookie Sookie eröffnet das Album mit einer souligen Note. Der Song wurde von der Gitarren-Soul Legende Steve Cropper mitkomponiert. Steppenwolf verleiht dem Song eine gewisse Härte. Everybody's Next One erinnert mich etwas an den englischen Beat und stellenweise an die frühen Who. Eine Hommage an Chuck Berry ist der Song Berry Rides Again. Mit dem Willie Dixon Klassiker Hoochie Coochie Man nimmt sich Steppenwolf eines Bluesklassikers an, welcher von unzähligen Bands und Musikern gecovert wurde. Die Version von Steppenwolf überzeugt und erinnert mich an Johnny Winters Version. Mit Born To Be Wild folgt dann der bekannteste Song des Albums. Dieser Song ist ein Rockklassiker erste Güte. Mit dem ordentlichen Blues-Rock Your Wall's Too High beendete Steppenwolf damals die erste LP-Seite.

Die zweite Seite wurde vom ruhig gehaltenen Desperation eröffnet. Schön sind hier die wabernden Leslie-Sounds der Orgel. Der nächste Song The Pusher ist ein weiteres Highlight des Albums. Der Song hat eine Anziehungskraft, der man sich kaum entziehen kann. Diese schleppende und leicht psychedelische Stimmung bohrt sich ins Gemüt, ob man will oder nicht. Ebenfalls leicht psychedelisch, aber wesentlich offener und fröhlicher, klingt dann A Girl I Knew. Etwas unaufregend wird der bluesige Song Take What You Need dargeboten, während der Abschlusstrack The Ostrich noch einmal überzeugen kann. Die Riffs überzeugen, der Song könnte Vorlage für einige Uriah Heep Songs gewesen sein. Möglicherweise hat sich die deutsche Band Birth Control für den Song Gamma Ray hier auch inspirieren lassen.

Das Debütalbum von Steppenwolf ist ein Klassiker der Rockmusik, das kann man ohne Übertreibung sagen. Viele halten das Album für ein einflussreiches Frühwerk des Hard-Rock. Manche behaupten, der Heavy-Metal wäre damit geboren worden. Das halte ich zwar für übertrieben, aber immerhin sang Kay auf Born To Be Wild zum ersten mal vom Heavy-Metal Thunder. Sowieso gehört dieser Song zu den Rockklassikern, auch The Pusher ist ein legendärer Song.

Trackliste

  1. Sookie Sookie (Don Covay, Steve Cropper) -3:12
  2. Everybody's Next One (Kay, Gabriel Mekler) -2:53
  3. Berry Rides Again (Kay) -2:45
  4. Hoochie Coochie Man (Willie Dixon) -5:07
  5. Born to Be Wild (Mars Bonfire) -3:28
  6. Your Wall's Too High (Kay) -5:40
  7. Desperation (Kay) -5:45
  8. The Pusher (Hoyt Axton) -5:43
  9. A Girl I Knew (Morgan Cavett, Kay) -2:39
  10. Take What You Need (Kay, Gabriel Mekler) -3:28
  11. The Ostrich (Kay) -5:43

Rezensent: MP

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