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CD-Kritik Savatage - Poets and MadmenAnzeigeTitel: Poets and Madmen Erscheinungsjahr: 2001 Genre: Symphonic-Metal, Power Metal Bewertung: ![]()
Poets and Madmen ist das zwölfte Studioalbum der Band Savatage. Das Album erschien im Jahr 2001. Die Band legte damit ihr vorerst letztes Album vor (Stand 2011). Nicht nur deshalb ist Poets And Madmen ein bemerkenswertes Album. Zu dem Album stieß Jon Oliva wieder als Leadsänger zur Band, von Zack Stevens hatte sich die Band zuvor einvernehmlich getrennt. Zuvor verließ Leadgitarrist Al Pitrelli die Band Richtung Megadeth, er spielte aber Leadparts auf den Songs Stay With Me Awhile, Morphine Child, The Rumor und Commissar ein. Ansonsten übernahm Chris Caffery die Leadgitarren. Mit dabei waren Bassist Johnny Lee Middleton und Drummer Jeff Plate. Als Gäste waren Bob Kinkel (Keyboards, Backgroundvocals) und John West ( Backgroundvocals) dabei. Inhaltlich legte die Band ein geschlossenes Album vor, welches man durchaus als Konzeptalbum bezeichnen könnte. Die Story und Texte stammen von Paul O'Neill, es geht um den Journalisten Kevin Carter. Alles was über Carter gesagt wird, scheint auch real zu sein. Die Story Poets And Madmen mit den jungendlichen Protagonisten Daryl, Tommy und Joey ist ansonsten jedoch erfunden. Stilistisch hält die Band ihren Kurs Richtung symphonischem bis progressivem Metal. Caffery ist ein wuchtiger und authentischer Heavy-Gitarrist, der ein hartes und riffbetontes Spiel einbringt. Jon Olivas Gesang muss man zwar als limitiert betrachten, seine stellenweise brüchige Stimme passt aber hervorragend zum Sound von Savatage. Das Album wirkt durch Cafferys Gitarrensound härter und stellenweise aggressiver als vorhergehende Alben. Dennoch kommen auch hier symphonische Elemente nicht zu kurz. Musikalisch wird die Story um Carter vorzüglich umgesetzt. Die Band setzt, trotz harter Sounds, primär auf den symphonischen Sound, der Savatage letztlich auch so richtig bekannt machte. Aus der Masse an guten Songs sticht eindeutig die Mini-Oper "Morphine Child" vor, der Song zeigt alle Stärken der Band und Olivas Songwriting. Auch "Commissar", "Stay With Me Awhile" oder "Surrender" wirken symphonisch und durchaus progressiv. Etwas härter wirken vor allem Songs wie "There In The Silence", "I Seek Power", "Man In The Mirror" und "Awaken". Allerdings sind diese Songs nicht durchgängig Heavy und werden immer wieder durch ruhige und/oder symphonische Parts aufgelockert. Einzig "Drive" geht deutlich Richtung klassischem Power Metal. Es ist der kürzeste Song des Albums, und gleichzeitig der am einfachsten strukturierte Song. "The Rumour" geizt zwar auch nicht mit Heavy Parts, wird aber andererseits in starkem Maß durch Akustikgitarrensounds dominiert. Das hörte man in der Form nicht oft von Savatage. Und mit "Back To Reason" gibt es zum Abschluss noch eine richtig gut gelungene Ballade, die stilistisch immer wieder die Nähe zu Freddie Mercury/Queen sucht.
Rezensent: MP |