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CD-Kritik Roxette - Charm SchoolAnzeigeTitel: Charm School Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Power-Pop Bewertung: ![]()
Charm School ist das achte Studioalbum des Schwedenduos Roxette. Das Album erschien im Februar 2011. Zuvor hatten sich Per Gessle und Marie Fredriksson etwas rar gemacht, das Vorgängeralbum stammt aus dem Jahr 2001. So eine lange Pause kann sich negativ auswirken, aber Roxette haben scheinbar alles richtig gemacht. Charm School konnte in vielen Ländern mühelos die Toppositionen der Charts erreichen. Viel erfolgreicher war die Band eigentlich nur mit ihrem Megaseller Tourism. Charm School ist dabei einmal mehr ein Kraftakt von Gessle, der alle Songs komponierte und auch die Texte verfasste. Musikalisch hält sich Gessle an altbewährte Konzepte, was bei den Fans auch bestens ankam. Anders ist der große Erfolg eigentlich nicht zu erklären. Gessle besitzt zweifellos ein unglaublich gutes Gespür für schmissige Songs und einschmeichelnde Melodien. Das kommt bei Kritikern aber doch unterschiedlich an. Manche finden das Ergebnis belanglos, andere nahezu genial. Irgendwo dazwischen dürfte, wie so oft, die Wahrheit liegen. Qualitativ gibt es jedenfalls, wie immer, auch an Charm School nichts auszusetzen. Gessle experimentiert, wie eingangs erwähnt, nicht sehr viel. "Way Out" erinnert an alte Midtempo Roxettesongs, eine typische Roxette Ballade gibt es mit "No One Makes It On Her Own". "She's Got Nothing On (But The Radio)" ist einer der typischen radiotauglichen Gessle-Songs. Nette Popsongs legt Gessle mit "Dream On" und "Happy On The Outside" vor, eine weitere elegante Ballade gibt es mit "Sitting On The Top Of The World". "Only When I Dream" ist eine Reminiszenz an alte Discozeiten, mit "After All" gibt es eine tiefe Verneigung vor 60's Sounds. Und einen etwas rockigeren Song gibt es auch - "Big Black Cadillac". Roxette bzw. Gessle enttäuschen mit Charm School zu keiner Zeit, sie überraschen aber auch nicht. Das ist wohl das Credo von Gessle - er zitiert oft und gerne im Fundus von Pop und Rock, schielt gerne auf den Glam-Rock und wirft dazu auch gerne einmal moderner wirkende Electronic-Sounds ein. Aber es entspricht doch eher einem süffigen Likör, als einem nuancenreichen torfigen Whisky. Dennoch: für Roxette-Fans sollte das Album ein Volltreffer sein.
Es gibt ein paar Sondereditionen, z. B. itunes Bonustracks. Auch eine Vinylversion soll erscheinen. Auf ihr soll es eine längere Version von No One Makes It On Her Own (3:58) und eine Uptempoversion von Speak To Me geben Rezensent: MP |