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Albumbesprechung Ian Parry's Consortium Project - Ian Parry's Consortium Project

Interpret: Ian Parry's Consortium Project

Titel: Ian Parry's Consortium Project

Erscheinungsjahr: 1999

Genre: Power Metal, Prog-Metal, AOR

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Ian Parry's Consortium Project ist der Titel des ersten Albums vom Consortium Project. Das Album wurde 1999 veröffentlicht, in diesem Jahr wurde das Project von Ian Parry auch offiziell ins Leben gerufen.

Dieses Consortium Project ist eine Art Superstar-Projekt des härteren Genres, es ähnelt dem, was Arje Lucassen mit Ayreon oder Tobias Sammet mit Avantasia machen. Ian Parry (Vengeance, Elegy) ist in diesem Project sozusagen die Konstante, für seine Alben sammelt er sich mehr oder weniger bekannte Musiker des Genres um sich.

Bei diesem Debütalbum sind das die Gitarristen Stephan Lill, Thom Youngblood, Tamas Szekeres und Patrick Rondat, die Bassisten Barend Courbois, Martin Helmantel und o. g. Arjen Lucassen, Drummer Dirk Bruinenberg und die Tastenspieler Jan Vayne und Tommy Newton.

Soweit zum Projekt und zu den Personalien. Die Vergleiche zu Ayreon und Avantasia müssen hier zwangsläufig fallen, denn letzten Endes ähneln sich diese Projekte irgendwie. Musikalisch geht es in der Regel um Power Metal, mal mit mehr mal mit weniger progressiven und/oder symphonischen Anteilen. Außerdem versuchen die Jungs mit ihren Projekten Konzeptalben vorzulegen.

Instrumental bleiben bei keinem der genannten Bands und Projekte Wünsche offen. Das ist hier wie da perfekt inszenierter Metal. Eine der großen Fragen ist scheinbar immer, wie viel Prog da drin steckt. Die typischen Prog-Metal Anteile sind bei Parry durchaus vernehmbar, meist in einer Art symphonisch klingender Keyboards. Aber der Schwerpunkt bleibt hier sicherlich eine Art melodischer Power-Metal, oft mit einer Nähe zum AOR.

House Of Cards könnte man als eine erste Blaupause nehmen. Der Song rumpelt heavy, in den Strophen gibt es einen symphonisch-proggigen Unterton, im Refrain herrscht dafür ein melodiöser Power-Metal bzw. härterer AOR. In dieser Form geht es zunächst weiter.

Ein erster Break ist die Instrumentalnummer The Entity, welche insgesamt etwas mehr nach Prog klingt. Mit Change Breeds Contempts folgt eine Power Metal Nummer, A Miracle Is All We Need ist die für den Metal zwingend erforderliche Ballade.

Danach geht es in der Regel klassisch Heavy weiter, wobei vor allem auf Songs wie Chain Of Fear und Pandora's Box die AOR-Neigung sehr deutlich durchschimmert.

Fazit Ian Parry konnte mit diesem Album durchaus punkten, wenn auch nicht komplett überzeugen. Über seine Stimme kann man geteilter Meinung sein, das ist Ansichtssache. Mir gefällt die Stimmfärbung gut, sie erinnert manchmal entfernt an Geoff Tate. Die Songs an sich sind für so ein Projekt erstaunlich kurz gehalten. Damit spricht das auch weniger für Prog-Metal. Letzten Endes ist die Frage nach der Genreeinstufung aber nicht vorrangig interessant. Die Songs zünden trotz ihrer Kürze nicht wirklich, auch die zweifellos sehr eingängig konzipierten Refrains bleiben einfach nicht hängen. So bleibt das ein ordentlicher Einstand mit Luft nach oben.

Trackliste

  1. House Of Cards (4:18)
  2. Banquet Of Thieves (5:35)
  3. Evilworld (3:42)
  4. Garden Of Eden (4:20)
  5. The Entity (Instrumental) (2:47)
  6. Change Breeds Contempt (4:18)
  7. A Miracle Is All We Need (4:54)
  8. The Snake (3:23)
  9. Criminals & Kings (4:12)
  10. Chain Of Fear (5:23)
  11. Pandora's Box (4:00)

Rezensent: MP

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