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Albumbesprechung Motörhead - SacrificeAnzeigeTitel: Sacrifice Erscheinungsjahr: 1995 Genre: Heavy-Metal Bewertung: ![]()
Sacrifice war das zwölfte Studioalbum von Motörhead und erschien im Jahr 1995. Das Album entstand in einer Phase, als die Band kurzzeitig aus vier Musikern bestand. Neben Lemmy, Phil Campbell, Mikkey Dee war Würzel als zweiter Gitarrist dabei. Nach dem Album ging Würzel und Motörhead nahm wieder Trioformat an. Anscheinend waren die Arbeiten zum Album etwas schwierig. Während der Produktion wurde klar, dass Würzel gehen wollte. Dennoch gelang der Band ein recht gutes Album. Lemmy bezeichnet es sogar als eines seiner Lieblingsalben. Die Fans mochten Sacrifice, auch die Kritik konnte gut mit dem Album umgehen. Kommerziell lief es ordentlich, vor allem in Deutschland war Sacrifice ein guter Erfolg. Musikalisch blieb die Band nahe ihrer Wurzeln, präsentierte sich aber auch experimentierfreudig. Die Songs: Mit dem Opener Sacrifice donnert die Band bzw. Mikkey an den Drums gleich mal heftig und bretthart los. Ein rhythmisch vertrackter Song mit einem knallharten Refrain. Sex & Death klingt wesentlich direkter - punkig, räudig und rotzig. Over Your Shoulder ist rhythmisch wieder sehr interessant aufgebaut, klingt hart, punkig und stellenweise brachial. War for War ist tempomäßig etwas verschleppter, shuffelt aber heavy. Order/Fade to Black variiert permanent zwischen verhaltenen und heftigeren Tempi. Dog-Face Boy ist wieder ein eher typischer Song der Band - schnell, direkt, ohne Schnörkel. All Gone to Hell klingt auch schnörkellos und hart groovend. Insgesamt hat das etwas von AC/DC, plus schnelleren punkigen Parts. Make 'em Blind ist der experimentellste Song des Albums. Die rhythmische Struktur ist sehr interessant, teilweise werden schräge Ideen eingestreut. Don't Waste Your Time ist purer Rock'n'Roll, wurde aber für Motörhead-Verhältnisse mit Piano und Saxofon ungewöhnlich instrumentiert. In Another Time ist ein schöner thrashiger Song mit fetten Gitarrenriffs. Out of the Sun geht heavy und punkig ab, überrascht aber mit einem fast schon melodiösen Refrain. Sacrifice präsentiert Motörhead einerseits im klassischen Gewand, d. h. harter Rock'n'Roll mit punkiger Attitüde. Aber die Band experimentiert auch viel. Das klingt oft interessant und gut, aber manchmal geht es, nach meiner Meinung, zu Lasten der Dynamik. Von Motörhead erwartet man normalerweise schnörkellosen harten punkigen Rock'n'Roll ohne Firlefanz. Das kann die Band einfach am besten, da klingt sie am authentischsten. Und das hat sie schon besser hinbekommen als auf Sacrifice.
Rezensent: MP
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