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Albumbesprechung Marbin - Breaking The Cycle

Interpret: Marbin

Titel: Breaking The Cycle

Erscheinungsjahr: 2011

Genre: Jazz-Fusion, Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)
Rezension/Review

Breaking The Cycle ist ein Album der Band Marbin. Das Album wurde 2011 auf dem Label Moon June veröffentlicht. Marbin besteht im Kern aus den israelischen Musikern Dani Rabin (Gitarre) und Danny Markovitch (Saxophon). Beide machten sich 2007 auf den Weg nach Chicago und konnten über den bekannten Drummer Paul Wertico (Pat Metheny Band) Fuß in der Szene Chicagos fassen. Wertico lud die beiden ein, auf seinem Album Impressions Of A City mitzuspielen. Die beiden Musiker nahmen danach ihr Debütalbum in Duobesetzung auf. 2010 wurde Moonjune Labelchef Leonardo Pavkovic auf die beiden aufmerksam und er verpflichtete sie für sein Label. Das erste Ergebnis der Zusammenarbeit ist das Album Breaking The Cycle.

Während das Debütalbum noch im Duoformat eingespielt wurde, verstärkten sich Rabin und Markovitch zur Produktion von Breaking The Cycle u. a. mit dem Bassisten Steve Rodby (Pat Metheny Group), dem Percussionisten Jamey Haddad (u.a. Paul Simon) und Paul Wertico an den Drums.

Die Songs:

Loopy beginnt mit pulsierenden Beats der tribalartigen Drums. Der Song wirkt mit seinem Mix aus Prog, Fusion, Folkmotiven und Ethnolines abwechslungsreich. Rabin und Markovitch veredeln den Song mit bemerkenswerten Soloparts. A Serious Man wirkt ruhiger und steht eher in der Tradition des klassischen Jazz. Markovitch gibt mit sanften Saxlines die Richtung vor, die Drums geben dem Song ein dezentes Latinflair. Mom's Song klingt ganz anders. Der Song erinnert stellenweise an Sounds früher Fleetwood Mac Songs wie Man Of The World, dazu gibt es wortlosen Gesang von Matt Davidson und Leslie Beukelman.

Bar Stomp geht in eine ganz andere Richtung. Der groovige Blues erinnert stellenweise an Material von John Scofield. Mit Outdoor Revolution und Western Sky folgen ruhigere Songs, welche ihre Reize aufgrund der Kürze der Songs nicht komplett ausspielen können. Burning Match erinnert mit den Klarinettenähnlichen Saxophonsounds etwas an Klezmer Musik, wobei Rabins Soloparts den Song im weiteren Verlauf eher in Richtung Jazz-Fusion drängen. Die Songs Claire's Indigo, Snufkin, Old Silhouette und Winds of Grace sind handwerklich gut gelungen. Insbesondere Claire's Indigo und Snufkin wirken aufgrund ihrer kurzen Laufzeit wieder etwas unverbindlich. Old Silhouette kann hier etwas zulegen. Winds Of Grace ist der längste Song des Albums und gleichzeitig der einzige Song mit Textgesang. Die mittelalterliche anmutende Ballade hat durchaus ihre Reize. Allerdings kann man auch gewisse Bezüge zu AOR-Balladen feststellen, welche man in ähnlicher Weise schon häufig gehört hat.

Marbin legen mit Breaking The Cycle ein durchaus gelungenes Album vor. Die Instrumentalleistungen stimmen, die Songs klingen ordentlich. Aber irgendwie will der letzte Funke nicht immer überspringen. Dabei legt die Band ordentlich los, lässt aber mit zunehmender Spieldauer nach und kann die Spannung nicht halten. Vor allem die kürzeren Songs wirken oft zu unaufdringlich und unverbindlich. Das Album könnte man durchaus dem Bereich Jazz-Fusion zuordnen. Aber für Jazz-Fusion Fans könnte das alles zu wenig sein. In diesem Sinn hätte etwas mehr vom Kaliber Loopy, A Serious Man oder Bar Stomp dem Album gut getan. Trotzdem ein gutes Album der Band, weil es insgesamt wenig am musikalischen Vortrag auszusetzen gibt.

Trackliste

  1. Loopy 5:59
  2. A Serious Man 3:49
  3. Mom's Song 2:05
  4. Bar Stomp 3:04
  5. Outdoor Revolution 3:08
  6. Western Sky 2:12
  7. Burning Match 5:11
  8. Claire's Indigo 2:11
  9. Snufkin 2:48
  10. Old Silhouette 4:12
  11. Winds of Grace 8:39

Rezensent: MP