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Albumbesprechung Lynch Mob - Lynch Mob

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Interpret: Lynch Mob

Titel: Lynch Mob

Erscheinungsjahr: 1992

Genre: Hard-Rock, Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 4 von 10 Sternen
(4/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Lynch Mob ist das gleichnamige Album der Band Lynch Mob. Das Album erschien im Jahr 1992. Lynch Mob war mit dem Album nicht extrem erfolgreich. Das Album erreichte Rang 56 der US-Album Charts. Die Single Tangled In The Web schaffte es immerhin bis Rang 13 der Charts, Dream Until Tomorrow bis Rang 23 der Charts. Lynch Mob ist ein Projekt des Gitarristen George Lynch. Lynch war Gitarrist bei der recht erfolgreichen Heavy Metal Band Dokken. Diese verließ er um 1989 und gründete dann 1990 seinen Lynch Mob, der bis 1992 Bestand hatte - später aber noch einige Male reformiert wurde. Lynch Mob war nicht sehr erfolgreich. Viele Betrachter glauben, die Band sei zu spät gekommen. In den 80er Jahren hätte Lynch mit der Art von Musik große Erfolge im Poser-Metal feiern können. Aber nach 1990 stand dem Publikum der Sinn eher nach Grunge, und da passte seine Musik weniger rein.

George Lynch ist wie gesagt Gitarrist, und zwar ein ziemlich guter. Er gehörte lange Zeit zu den angesehensten Gitarristen des Heavy Metal. Lynch beherrschte so ziemlich alle gängigen Tricks - Whammy Bar Effekte, Tapping, ultraschnelle Soli, Stretch-Pentatonikläufe und so weiter. So in etwa funktioniert seine Band. Auf diesem Album hört man nicht mehr und nicht weniger als Heavy Metal, der nach gängigen Tricks und Klischees gebürstet ist. Als sei man in den 80ern hängen geblieben, wirkt die Musik so unaufregend wie eine der unzähligen Hair-Metal Bands der 1980er.

Der Sänger erinnert bisweilen an Axl Rose. George Lynch enttäuscht etwas, den Mann hat man schon besser spielen gehört. Bassist und Drummer spielen songdienlich und unauffällig. Und viel mehr kann ich wirklich nicht zu dem Album sagen. Das Album wirkt wenig aufregend und langatmig. Lynch rannte einer Epoche nach, die schon vorbei war. Die Band bringt keine Power und kann nie überzeugen. Die Queen Nummer Tie Your Mother Down spielen Lynch Mob leblos nach. Einzig der Song When Darkness Calls kann zumindest teilweise überzeugen. Sonst bietet Kollege Lynch ziemlich belanglose Massenware. Leider hält er sich an der Gitarre sehr zurück, vielleicht hätte er sonst noch punkten können. Aber somit dürfte das Album auch für Gitarrenfreaks nicht unbedingt interessant sein.

Trackliste

  1. Jungle of Love
  2. Tangled in the Web
  3. No Good
  4. Dream Until Tomorrow
  5. Cold Is the Heart
  6. Tie Your Mother Down
  7. Heaven Is Waiting
  8. I Want It
  9. When Darkness Calls
  10. Secret

Rezensent: MP