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Albumbesprechung Led Zeppelin - Physical GraffitiAnzeigeTitel: Physical Graffiti Erscheinungsjahr: 1975 Genre: Hard Rock Bewertung: ![]()
Physical Graffiti ist das sechste Studioalbum der Band Led Zeppelin. Es gehört - nach dem vierten Album - zu den erfolgreichsten Alben von Led Zeppelin. Von vielen Fans wird es auch als eines der wichtigsten und stilprägenden Alben der Band bezeichnet. Dabei lief es zu der Zeit nicht ganz rund in der Band. John Paul Jones verkündete während der Aufnahmen, dass er die Band verlassen wolle. Das wirkte wohl wie ein Schock. Nach einer Auszeit begann man wieder mit den Aufnahmen und die Band schien ideenreicher als zuvor. Es kam schließlich so viel Material zusammen, dass es sogar für ein Doppelalbum reichte. In den USA verkaufte sich das Album wie geschnitten Brot. Für über 8 Millionen verkaufte Exemplare gab es 16-fach Platin (weil es ein Doppelalbum ist). Auch die Kritiker beurteilten das Album ganz gut, heute wird Physical Graffiti als eines der essentiellen Alben der Rockmusik bezeichnet. Physical Graffiti bezeichnet sicherlich das Ende der goldenen Led Zeppelin Phase. Alle Vorgängeralben gehören im Prinzip zu den wichtigen Alben der Rockmusik. Mit dem Album IV legte die Band möglicherweise ihr Meisterwerk vor, wobei auch die beiden folgenden Alben Houses Of The Holy und eben dieses Physical Graffiti sicherlich auf Augenhöhe liegen und insgesamt vielleicht die Band auf ihrem Höhepunkt zeigt. Bei Physical Graffity hat man es - ähnlich wie Houses Of The Holy - mit einem sehr abwechslungsreichen Album zu tun. Das Material entstand im Lauf mehrerer Jahre, damit ließ die Band etliche Stilistiken einfliessen. Harten Rock gibt es mit Custard Pie, The Rover, The Wanton Song, Sick Again und Houses of the Holy. Nicht ganz so hart rockt Night Flight. Kashmir groovt zwar hart, ist aber sehr orchestral angelegt. Trampled Under Foot ist eine sehr treibende Nummer, die aber viele Funkeinflüsse besitzt. Boogie With Stu und Black Country Woman bilden zwei akustische Songs, welche einen coolen Drive besitzen. Bron-Yr-Aur ist ebenfalls akustisch gehalten, stellt aber ein Gitarreninstrumental dar. Auch dem Blues gibt die Band wieder seinen Platz - hier mit dem heftig rumpelnden In My Time Of Dying. Ten Years Gone ist eine üppig gestaltete Ballade, mit extrem guten Gitarrenparts von Page und schönen subtil rockigen Parts. Down By The Seaside klingt locker und flockig, mit einer leichten Country- bis Westcoast Note. Schön experimentell wird es mit dem Song In The Light, auf dem wohl vor allem Jones seine Hände im Spiel hatte. Mit Physical Graffiti bietet die Band eine Art Werkschau an. Vom harten Rock über Folk bis Blues und fast schon progressiven Ideen auf In The Light ist hier einiges enthalten. Es gibt praktisch keine nennenswerten Aussetzer - vielleicht könnte man einen Song wie Down By The Seaside als etwas unverbindlich bezeichnen. Aber insgesamt liefert die Band ein gutes Rockalbum ab.
Rezensent: MP
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