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Albumbesprechung James Gang - James Gang Rides AgainAnzeigeTitel: Rides Again Erscheinungsjahr: 1970 Genre: Rock, Hard-Rock Bewertung: ![]()
James Gang Rides Again ist das zweite Album der US Band James Gang. Das Album war kein überragender Erfolg. Allerdings enthält es mit dem Song Funk #49 einen Standard des Classic Rock und des Gitarrenrock. Die Band wird im Nachhinein als einflussreiche Band des US-Hard Rock bezeichnet, auch wenn ihre kommerziellen Erfolge sich im Rahmen hielten. Vor allem für Gitarrist Joe Walsh lief es später sehr gut, er stieg bekanntlich bei den Eagles ein. Er wurde später von Domenic Troiano ersetzt, der danach zu den Guess Who wechselte. Troiano wiederum wurde von Tommy Bolin ersetzt, der später für ein Album bei Deep Purple mitspielte. Ungeachtet dessen hielten sich die Erfolge der Band, wie erwähnt, in Grenzen. Auch dieses zweite Album war kein überragender Erfolg, aber es muss im Nachhinein zu den wichtigen Alben des harten US-Rock gezählt werden. Kritiker bewerteten das Album in der Regel sehr gut. Die Songs: Funk #49 eröffnet das Album. Der rhythmische Rocksong mit seiner funkigen Note ist heute ein Rockklassiker. Das groovige Instrumental Asshtonpark knüpft thematisch an Funk #49 an. Woman könnte man als einen schweren Blues Rock oder Hard Rock bezeichnen, die Slideguitar-Parts von Walsh klingen sehr gut. The Bomber besteht aus zwei großen Parts - Closet Queen ist härter gespielt, Cast Your Fate to the Wind klingt ziemlich psychedelisch. Den Kitt zwischen beiden Songs bildete eine Einspielung des Klassikthemas Bolero, das jedoch aus urheberrechtlichen Gründen nicht auf jeder Pressung vorhanden ist. Mit Tend My Garden begann auf der Langspielplatte die zweite Seite. Alle Songs der zweiten Seite waren Joe Walsh Songs. Tend My Garden klingt typisch für Walsh - ein ordentlicher Song, der jedoch kein Highlight darstellt. Garden Gate besitzt mehr Tiefgang, die Akustikballade ist gut gelungen. Mit There I Go Again präsentiert die Band dann einen belangloseren Rock-Song. Auch das soft rockende Thanks klingt keinesfalls überragend. Ashes The Rain And I ist dagegen ein ganz interessanter Song. Der leicht dramatische Song besitzt gut gemachte Streicherarrangements. Das Debütalbum der James Gang ist eine durchwachsene Sache. Auch das mit dem Hard-Rock ist so eine Sache. Die Band agiert zwar immer mal wieder härter, aber das ist doch insgesamt eher normaler Rock. Dabei wirkt die ehemalige erste Seite (die ersten vier Songs) deutlich stärker als die letzten fünf Songs. Die ersten vier Songs waren von allen drei Musikern zusammen komponiert. Das merkt man, es klingt einfach besser. Mit Joe Walsh ist das auch immer so eine Sache. Er ist ein witziger Typ und ein sehr guter Musiker. Aber seine Songwriterqualitäten sind doch eher schwankend. Nur selten gelangen ihm wirklich außergewöhnliche Songs. Von daher können seine Solosongs hier nicht überzeugen - alleine die kurze Akustikballade Garden Gate und das üppige Ashes The Rain And I (bei dem auch Peters seine Hände im Spiel hatte), finde ich da erwähnenswert.
Rezensent: MP
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