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CD Besprechung Natalie Imbruglia - Counting Down the DaysAnzeigeTitel: Counting Down the Days Erscheinungsjahr: 2005 Genre: Rock, Indie-Pop Bewertung: ![]()
Counting Down the Days ist das dritte Studioalbum von Natalie Imbruglia. Das Album erschien im Jahr 2005. Im UK, der Wahlheimat von Imbruglia, schaffte es das Album sofort auf Rang 1 der Charts. Man schätzt, dass sich das Album weltweit ca. 600.000 Mal verkauft hat. Das ist im Downloadzeitalter nicht schlecht, gemessen an ihrem Erfolgsalbum Left Of The Middle aber auch nicht sehr gut. Man muss dabei auch berücksichtigen, dass alleine im UK knapp über 200.000 Stück abgesetzt wurden. Von Kritikern wurde das Album ordentlich bewertet und bekam meist befriedigende bis gute Bewertungen. Das Album erhielt ein gutes Airplay, den Song Shiver kann oder muss man als Hit bezeichnen. In den UK- und Australien Airplay Charts kam der Song auf Rang 1. In den normalen Single Charts war Rang 6 in Italien und Rang 8 im UK die beste Platzierung. Natalie Imbruglia hatte mit ihrem zweiten Album White Lilies Island eine Abkehr vom Pop Sound des Erfolgsalbums versucht. Das klang oft düster und auch melancholisch, kam aber bei Kritikern sehr gut an. Im Sog des Erfolgsalbums Left Of The Middle setzte Imbruglia dann auch ca. 1 Million vom zweiten Album ab. Das waren keine überragenden Zahlen und es zeigt schon, dass die Fans eigentlich mehr in Richtung Debütalbum hören wollten. Imbruglia näherte sich vielleicht auch deshalb mit Counting Down The Days wieder dem leichtfüßigeren Sound der Torn-Tage. Manche Kritiker waren etwas enttäuscht, aber die Fans mochten es. Aus meiner Sicht kann man Natalie Imbruglia einmal mehr bescheinigen, dass sie zu den Ausnahmeerscheinungen ehemaliger Soap Stars aus Australien gehört. Sie legte im Lauf der Jahre permanent an Personality zu und klingt musikalisch gereifter. Die Songs: Starting Today beginnt nett und leicht beschwingt. Die Strumming Gitarre erinnert etwas an Torn, ohne den Song zu kopieren. Als Einstieg klingt der Song in seiner etwas unverbindlichen Art stimmig. Shiver ist ein gelungener Pop-Song, der erfolgreich ausgekoppelt wurde. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine würdige Auskopplung, der Refrain klingt gigantisch gut. Satisfied ähnelt dann wieder Starting Today, wobei hier mehr experimentiert wird. Counting Down The Days ist ein schöner Alternative-Pop. Mit seinem Glöckchengebimmel könnte man den Song auch als Alternative-Weihnachtssong spielen. I Won't Be Lost klingt wieder typisch nach lockerem und stellenweise unverbindlichem Strummingsound, während Slow Down ein eher nachdenklicher Song ist. Sanctuary klingt, mit Anleihen an REM-Sounds, schön rockig. Der Song geht tatsächlich etwas in die Indie-Rock Ecke. Perfectly ist wieder ein lockerer Strumminggitarrensong, dieses mal aber üppig instrumentiert. On The Run strahlt etwas Nachdenkliches aus, stellenweise bietet der Song ergreifend klingende Parts. Come On Home rockt mit leichten Indie-Anteilen wieder schön. When You're Sleeping wird von dicken Streichern und Akustikgitarren bestimmt, dazu singt Imbruglia schön. Honeycomb Child könnte man durchaus als abschließendes Highlight des Albums bezeichnen. Imbruglia goes Björk oder Tori Amos, könnte hier das Motto sein. Der Song passt zwar nicht so gut zu dem restlichen Material, aber er wertet das Album nicht ab. Grundsätzlich kann man zu Natalie Imbruglia stehen wie man will, aber Talent kann ihr niemand absprechen. Sie macht, so oder so, immer eine recht gute Figur. Im Gegensatz zu anderen Kritikern sehe ich Counting Down The Days als eine Weiterentwicklung. Zum Debütalbum steht es zwar mit seinen eher unverbindlichen Strummingsongs musikalisch in einer gewissen Verwandtschaft, aber auf vielen Songs überrascht Imbruglia mit schönen Indieparts. Aus meiner Sicht sind alle Songs gut gelungen und das Album bietet substanziell mehr als das Debütalbum.
Rezensent: MP
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