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Albumbesprechung Herbert Grönemeyer - SprüngeAnzeigeTitel: Sprünge Erscheinungsjahr: 1986 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Sprünge war das sechste Studiobalbum von Herbert Grönemeyer. Es erschien im Jahr 1986, nach dem Erfolgsalbum 4630 Bochum. Sprünge konnte den Erfolg von Bochum nicht ganz bestätigen, obwohl Herbert mit dem Album in Deutschland, Österreich und der Schweiz Rang 1 der Charts erreichte. Allerdings waren die Verkaufszahlen nicht ganz so gut. Sprünge warf auch praktisch keinen Singlehit ab. Insgesamt klang Sprünge vielleicht etwas politischer, stilistisch liegt es aber relativ nahe am Vorgängeralbum. Mit dem ersten Song Kinder an die Macht legte Grönemeyer eine einigermaßen erfolgreiche Single (Rang 33 der deutschen Singlecharts) vor, der Song hätte stilistisch gut auf Bochum gepasst. Interessanter wird es mit dem Song Tanzen. Der liegt stilistisch im Singer Songwriterbereich. Der grummelnde Bass verleiht dem Song einen schönen Groove. Mehr geht leider nicht ist eine typische Grönemeyer Ballade. Die Synthieinstrumentierung klingt hier relativ fett. Mass aller Dinge klingt luftiger und lockerer. Wieder liegt der Song im Singer Songwriterbereich. Mit Nur noch so legt Grönemeyer einen der damals so typischen Rocksongs deutscher Prägung vor. Das klingt nicht schlecht, wirkt aber doch etwas angestaubt und kantig. Die nächsten beiden Songs Unterwegs und Lächeln überraschen etwas. Sie eröffneten damals die zweite Seite der LP und klangen sehr US-amerikanisch, was vor allem durch die typische LA-Style Gitarre kommt. Viel zu viel ist eher im Singer Songwriter Bereich angelegt und besitzt eine schöne Instrumentierung. Einmal ist der schnellste Song des Albums. Er klingt wieder typisch nach damaligem deutschen Rock, mit Anleihen an die Neue Deutsche Welle. Angst ist eine Ballade. Die klingt zwar ganz nett, gehört jedoch nicht zu den stärksten Grönemeyer Balladen.Insgesamt konnte Grönemeyer den Erfolg von Bochum in etwa bestätigen. Aber man muss doch festhalten, dass er musikalisch nicht ganz an das Vorgängeralbum herankam. Das ist nicht weiter tragisch, denn Bochum war an sich schon ein Riesenknaller. Von daher enttäuscht Grönemeyer mit Sprünge nicht ganz, die Songs klingen ganz ordentlich. Wie gesagt, fehlen aus meiner Sicht die ganz großen Nummern - sieht man mal von dem hittauglichen Kinder An die Macht ab.
Rezensent: MP
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