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Albumbesprechung Fotomaker - FotomakerAnzeigeTitel: Fotomaker Erscheinungsjahr: 1978 Genre: Power-Pop, Westcoast-Rock Bewertung: ![]()
Fotomaker ist das selbstbetitelte Debütalbum der Band Fotomaker. Das Album erschien im Jahr 1978. Kommerziell war das Album kein sonderlich großer Erfolg. Dabei war die Konzeption der Band klar auf Supergroup ausgerichtet. Allerdings fanden Fotomaker mit ihrem klischeebehafteten Power-Pop nicht sehr viele Fans. Vielleicht gab es doch zu viele ähnlicher Bands, außerdem war die Nachfrage im Post Punkt wohl auch nicht ganz so groß. Die Band Fotomaker entstand im Veröffentlichungsjahr dieses Debütalbums in Long Island. Dabei waren die Musiker - wenn man die Namen zugrunde legt - eher unbekannt. Aber: zwei Mitglieder, Gene Cornish und Dino Danelli, wurden im Rahmen ihrer Arbeit mit den Rascals in die Rock'n'Roll Hall Of Fame aufgenommen. Ein weiteres unbekanntes Mitglied war Wally Bryson. Als treibende Kräfte konnte man Lex Marchesi und Frankie Vinci bezeichnen. Beide waren ebenfalls keine sonderlich bekannten Größen in der US-Szene. Dennoch wurden Fotomaker damals als eine Art Supergroup bezeichnet. Wie bei vielen Supergroups, so ging auch hier das Konzept nicht ganz auf. Die Karriere der Band verlief im Sand. Die Band brachte drei Alben heraus. Nachdem die ersten beiden Alben jedoch nicht den erhofften Erfolg brachten, versuchte sich die Band mit ihrem letzten Album im Bereich Disco-Music. Das Album floppte komplett und die Band löste sich danach wohl auf. Das Debütalbum Fotomaker ist durchaus ordentlich gelungen, da gibt es eigentlich nicht viel zu mäkeln. Fotomaker agierten, wie erwähnt, im weiten Feld des so genannten Power-Pop. Gewisse Ähnlichkeiten gibt es z. B. zur Band Badfinger. Allerdings klingt da auch immer eine gewisse Prise Westcoast-Rock in der Tradition der Eagles mit. Die Gitarrenparts klingen rockig und erinnern manchmal an Joe Walsh. Wo die Eagles aber etwas zu glatt wirken, da weist die Musik von Fotomaker durchaus Ecken und Kanten auf. Das Ganze hatte eine schöne Reibung und wirkte erfrischend rockig. Außerdem versteht es die Band, Vokalharmonien a la Eagles/Beatles/Badfiner zu präsentieren. Es ist der Mix aus Westcoast Leichtigkeit und Rock, welcher hier vor allem beeindrucken kann. Die Songs sind alle ganz gut gelungen. Gute Rocksong wie Can I Please Have Some More und vor allem Say The Same For You können hier neben Balladen wie All There In Her Eyes oder lockeren Westcoast Songs wie Two Can Make It Work gut bestehen. Das wirkt alles stimmig. Das Debütalbum von Fotomaker ist leider eines jener Alben der Rockgeschichte, die etwas untergingen. Wer ordentliche Rockmusik mit einem gewissen Touch AOR bis Mainstream mag, der sollte hier durchaus reinhören.
Rezensent: MP |