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Albumbesprechung Fleetwood Mac - RumoursAnzeigeTitel: Rumours Erscheinungsjahr: 1977 Genre: AOR, Soft-Rock Bewertung: ![]()
Rumours ist das elfte Studioalbum der Band Fleetwood Mac. Das Album erschien im Jahr 1977 und kennzeichnet einen Meilenstein der Rockmusik und natürlich auch der Bandgeschichte. Rumours ist mit über 42 Mio. verkaufter Exemplare eines der bestverkauften Alben der Rockmusik. In den USA gab es 19-fach Platin, im UK 10-fach Platin. Die Fans liebten das Album, die Kritikern mochten es in der Regel ebenfalls. Da muss man eigentlich nicht mehr viel zum Album sagen. Die Band schien hier alles richtig gemacht zu haben. Im Erscheinungsjahr des Albums Rumours hatten Fleetwood Mac schon ein paar Jahre auf dem musikalischen Buckel. Die Band stammt aus England und entstand ca. 1967 im aufkeimenden Blues-Revival in England. Fleetwood Mac war anfangs eine Blues-Rock Band, musikalisch stark beeinflusst von Peter Green. Irgendwann um 1974 beschloss die Band, in die USA umzusiedeln. Das hinterließ auch musikalisch Spuren. Vom Blues-Rock früherer Tage war nur noch wenig zu hören. 1976 stiegen Lindsay Buckingham und Stevie Nicks ein. In der Band kam es in der Folge zu internen Spannungen, die Musikwelt verbreitete viele Gerüchte um Fleetwood Mac. Die Band ging offensiv dran und setzte die Gerüchte folgerichtig in das Album namens Rumours um. Und Fleetwood Mac katapultierten sich mit der Scheibe an die Spitze der Musikszene. Das Songwriting war hier ziemlich gleichmäßig aufgeteilt - je drei Songs stammen von Christine McVie, Stevie Nicks und Lindsay Buckingham. Ein Song wurde von der ganzen Band geschreiben. Aus meiner Sicht hat die Band musikalisch vor allem Lindsay Buckingham viel zu verdanken. Der ist ein cleverer Songwriter und ein sträflich unterbewerteter Gitarrist. Aber er ist wohl auch ein eher schwieriger Charakter. Zu den Songs: Second Hand News eröffnet das Album angenehm mit viel Akustikgitarre und gutem Rhythmus. Dreams war einer der großen Hits des Albums. Dieser Schmusesong wird perfekt von der zerbrechlichen Stevie Nicks interpretiert. Never Going Back Again ist eine wunderschöne Akustikgitarrennummer. Das hat etwas von einem Folk Revival. Allerdings muss man auch festhalten, dass Buckingham die Nähe zu On The Road To Find Out vom Cat Stevens Album Tea For Tillerman sucht. Don't Stop war einer der unzählichen Hits des Albums. Der Song rockt gut, das Gitarrensolo klingt sehr gut. Ein erstaunlich rockiger Song von McVie. Go Your Own Way war ein weiterer Riesenhit des Albums. Der Song klingt ungemein eindrucksvoll und wirkt, trotz holprigem Rhythmus, sehr eingängig. Da hat Buckingham ein Sahnestück geschrieben. Songbird ist ein typischer McVie Song - ein ganz ruhiger Titel, der von Piano und Gesang getragen wird. The Chain ist interessant instrumentiert. Anfangs klingt das mit der Dobro Begleitung sehr sparsam, legt danach aber permanent zu. You Make Loving Fun wirkt mit seiner Westcoast Leichtigkeit etwas unverbindlich. Dennoch klingt der von McVie gesungene Track ordentlich. Ähnliches könnte man für den Song I Don't Want To Know sagen - ein netter Song, aber kein Highlight. Mit dem Song Oh Daddy wird es dann sehr melancholisch. Das ist eine Spezialität von McVie. Irgendwie klingt das aber schon sehr getragen. Leider kann sich die Band mit dem unverfänglichen Song Gold Dust Woman nicht mehr steigern. Rumours ist ein Meilenstein der Bandgeschichte Fleetwood Macs und der Rockmusik im Allgemeinen. Die Band lieferte hier sicherlich eines ihrer homogensten Alben ab. Dabei legt die Band vor allem mit den ersten sieben Songs unglaublich starke Momente vor. Leider flacht das Album gegen Ende mit einigen eher unverbindlichen Songs ab. Dennoch gehört Rumours sicherlich in jede gut sortierte Sammlung.
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