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Interpret: Fleetwood Mac
Titel: Rumours
Erscheinungsjahr: 1977
Genre: AOR, Soft-Rock
Bewertung:

(8/10 - Rezensionen: 1)
Rezension:
Im Erscheinungsjahr des Albums Rumours hatten Fleetwood Mac schon ein paar Jahre auf dem musikalischen Buckel. Die
Band stammt aus England und entstand ca. 1967 im aufkeimenden Blues-Revival in England. Fleetwood Mac war anfangs
ganz klar eine Blues-Rock Band, musikalisch stark beeinflusst von Peter Green. Irgendwann um 1974 beschloss die Band
in die USA umzusiedeln. Das hinterließ auch musikalisch Spuren. Vom Blues-Rock früherer Tage war nur noch wenig
zu hören. Die Band hatte einige Erfolge, 1976 stiegen Lindsay Buckingham und Stevie Nicks ein. In der Band entstanden einige Spannungen,
die Musikwelt hörte viele Gerüchte um Fleetwood Mac. Die Band ging da offensiv dran und setzte die Gerüchte folgerichtig
in das Album namens Rumours um. Und Fleetwood Mac katapultierten sich mit der Scheibe an die Spitze der Musikszene. Das Album
gehört zu den meistverkauften Alben überhaupt und warf einige Hits auf den Markt. Aus meiner Sicht hat die
Band musikalisch vor allem Lindsay Buckingham viel zu verdanken. Der ist ein richtig guter Songwriter und auch ein sträflich
unterbewerteter Gitarrist. Aber er ist wohl auch ein eher schwieriger Charakter. Zu den Songs:
- Second Hand News. Ein richtig schöner Titel mit Akustikgitarre und schönem Rhythmus. Eine angenehme lustige Nummer. Toll
- Dreams. War einer der Hits des Albums. Ein sehr ruhiger Titel, fast ein Schmusesong. Perfekt von der zerbrechlichen
Stevie Nicks interpretiert.
- Never Going Back Again. Eine wunderschöne Akustikgitarrennummer, die eindeutig Buckingham's Züge trägt. Fast wie ein
Folk Revival, mit schönen Fingerpicking gespielt.
- Don't Stop. Auch der Titel wurde ein Hit. Eine schöne rockige Nummer mit gutem Drive. Gutes Gitarrensolo.
- Go Your Own Way. Auch ausgekoppelt und ein Hit. Mein absoluter Favorit. Eine Klasse Nummer, da hat Buckingham
wirklich ein Sahnestück geschrieben. Ein Klasse Rhythmus, tolle Gitarrenarbeit - das Teil hat Schmackes.
- Songbird. Ein ganz ruhiger Titel auf dem Piano gespielt. Typisch Christine McVie.
- The Chain. Ein interessanter Titel, im Intro nur mit der Dobro begleitet. Richtung Refrain wird es dann
stärker instrumentiert. Gut gemacht.
- You Make Loving Fun. Ein schöner Titel, von McVie gesungen. Angenehm, mit einer gewissen Westcoast Leichtigkeit. Kein
Knüller, aber gut.
- I Don't Want To Know. Ein netter Titel, den man gut anhören kann. Auch kein Knüller, aber gut gemacht.
- Oh Daddy. Sehr melancholisch. Warum die melancholischen Sachen immer von McVie gesungen wurden? Der Song ist
nicht so meine Sache, aber damals musste wohl immer mindestens ein Song der Art auf ein Album.
- Gold Dust Woman. Netter Song, aber als Abschluss hätte ich mir einen besseren Song gewünscht.
Rumours ist sicherlich ein Meilenstein in der Bandgeschichte Fleetwood Macs. Eigentlich gehört das Werk auch zu den
Meilensteinen der Rockgeschichte. Kein Song ist schlecht, einige sind absolute Spitzenklasse. Für mich ist Rumours
die beste Platte von Fleetwood Mac. Sie haben seither keine bessere Scheibe gemacht, Lindsay Buckingham scheint irgendwie
satt zu sein und hat keine Lust mehr zu arbeiten. Schade. Rumours würde ich jedem Rock und Pop Fan empfehlen, das Album
gehört in jede gutsortierte Sammlung.
Die Tracks:
- Second Hand News
- Dreams
- Never Going Back Again
- Don't Stop
- Go Your Own Way
- Songbird
- The Chain
- You Make Loving Fun
- I Don't Want To Know
- Oh Daddy
- Gold Dust Woman
Rezensent: MP
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