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Die Rolling Stones gehören zu den erfolgreichsten Rockbands überhaupt. Und die Stones gehören sicherlich zu den erstaunlichsten Bands überhaupt. Die Band ist im Kern (Jagger, Richards) seit 1962 (!) aktiv. Ende 1962 kam der langjährige Bassist Bill Wyman dazu, der knapp 30 Jahre dabei war. Drummer Charlie Watts kam Anfang 1962 und gehört seither zum harten Kern. Ehemals starteten die Rolling Stones als eine harte Variante zu den Beatles. Und die Band hielt das Image der Bad Boys immer aufrecht. Wer etwas über die Stones erzählen will, muss eigentlich ein oder mehrere Bücher schreiben. Das was die Band im Lauf ihrer nunmehr über 45jährigen Karriere alles so angestellt hat, geht sprichwörtlich nicht mehr auf die Kuhhaut.

Gegründet wurde die Band im Jahr 1962. Ihre Karriere begann in London, wo sich die Band schnell einen guten Namen als Rhythm & Blues Band machte. Damals war neben Keith Richards und Mick Jagger auch noch Brian Jones mit an Bord. Der hatte großen Anteil am Wirken der Band. Ende 1962 holte sich die Band den Bassisten Bill Wyman, der bis 1993 bei den Stones blieb. Anfang 1963 kam Drummer Charlie Watts, der seither bei der Band an den Drums sitzt. Trotz aller Skandale und dem harten Leben der Band muss man sich wundern, dass die Band so lange mit einem relativ stabilen Line-Up unterwegs war. Zu den Aufnahmen der ersten Single warf der Manager den Pianisten Ian Stewart aus der Band. Selbst der blieb der Band jedoch im Hintergrund bis zu einem Tod im Jahr 1985 erhalten.

Die Stones bekamen schnell einen Plattenvertrag und konnten die erste Single Come On im Jahr 1963 veröffentlichen. Come On war eine Chuck Berry Nummer. Dessen Einfluss auf die Band und vor allem Keith Richards war sehr groß und prägte die Musik der Stones nachhaltig. Obwohl die Stones als harte Alternative zu den Beatles aufgebaut wurden, war die zweite Single eine Lennon/McCartney Nummer. Der Song I Wanna Be Your Man kratzte schon an den Top 10 der Charts. Das erste Album erschien dann 1964 und konnte im UK lange auf Platz 1 bleiben und kam in den USA fast in die Top 10. Seither sind die Stones Superstars. Das kann man wirklich so sagen. Die Band brachte seitdem unzählige Alben und Singles heraus. Viele davon waren sehr gut, manche waren jedoch auch überflüssig. Die Stones konnten aber im Lauf ihrer Karriere unglaublich viele Nummer 1 Hits landen. Selbst nach über 45jährigem Bestehen sind die Stones immer noch für sehr gute Alben und Liveauftritte bekannt.

Stilistisch kann man grob sagen, dass der anfänglich starke Blueseinfluss schon Anfang der 1970er merklich geringer wurde. Die Band näherte sich immer mehr anderen Stilistiken und ließ diese stark in ihre Musik einfließen. Dabei ist vor allem ein gewisser Countryeinfluss zu bemerken. Aber trotzdem kann man auch sagen, dass musikalisch Chuck Berry wohl einer der Haupteinflüsse geblieben ist, zumal Keith Richards ein bekennender Verehrer des legendären Musikers ist. Eine gewisse Wende in der Musik brachte sicherlich das Ausscheiden und der Tod von Brian Jones. Jones hatte großen Einfluss auf den Sound der Band. Er war sehr bluesbeeinflusst und brachte das stark in die Band ein. Die Zusammenarbeit mit Jones war aber wegen dessen fortschreitender Drogensucht anscheinend zu problematisch. Die Band warf ihn 1969 hinaus, kurz später starb Jones.

Für Jones kam Mick Taylor. Taylor war ein äußerst guter Gitarrist, der gerade große Erfolge bei John Mayall hatte. Auch Taylor war zwar bluesbeeinflusst, er war aber stilistisch viel wandlungsfähiger. Mit ihm erschienen dann bis 1975 einige sehr gute Alben. Er verließ die Band dann aber im Jahr 1975 und wurde durch Ron Wood ersetzt. Der passte menschlich sehr gut in die Band und ergänzte sich ganz gut mit Keith Richards. Der Weggang von Taylor hinterließ aber doch Spuren. Ron Wood ist zwar ein guter Gitarrist, aber Taylor prägte den Bandsound doch relativ stark. Immerhin sehen das die Bandmitglieder im Nachhinein auch so.

Seit 1975 kamen zwar immer mal wieder gute Alben von der Band heraus, aber in der Summe waren es doch mehr mittelmäßige als gute Alben. Nach Streitigkeiten zwischen Richards und Jagger kam es auch zu einer zeitweiligen Auflösung der Gruppe. Aber die beiden rauften sich irgendwann wieder zusammen. Seither läuft es für die Band fast besser als je zuvor. Die Auftritte der Stones sind immer ein Erlebnis und in der Regel immer ausverkauft. Die, heute selteneren, Veröffentlichungen von Alben sind meistens ganz ordentlich. So konnte etwa das 1997er Album Bridges To Babylon durchaus überzeugen. Es dauerte dann bis 2005, als die Band mit A Bigger Bang wieder ein neues hochgelobtes Album herausbrachte. Eigentlich ist es auch egal, was die Band herausbringt. Soweit ich weiß, erhielt sie seit Beggars Banquet im Jahr 1968 in den USA für jedes veröffentlichte Album mindestens Platin und im UK Gold. Das ist schon eine mehr als beachtliche Leistung.

 

    Diskographie (Studio, Live und einige Sampler):
  • 1964: The Rolling Stones, US-Version: The Rolling Stones: England's Newest Hit Makers
  • 1964: 12 x 5 (UK Version)
  • 1965: No. 2 (US-Version)
  • 1965: Now (US-Version)
  • 1965: Out of Our Heads
  • 1965: December's Children (US-Version)
  • 1966: Aftermath
  • 1966: Got Live If You Want It! (Live, US-Version)
  • 1967: Between the Buttons
  • 1967: Flowers (US-Version)
  • 1967: Their Satanic Majesties Request
  • 1968: Beggars Banquet
  • 1969: Let it Bleed
  • 1970: Get Yer Ya-Ya’s Out (Live)
  • 1971: Sticky Fingers
  • 1972: Exile on Main Street
  • 1973: Goats Head Soup
  • 1974: It’s Only Rock ’n’ Roll
  • 1975: Made in the Shade (Compilation)
  • 1975: Metamorphosis (Compilation)
  • 1976: Black and Blue
  • 1977: Love You Live (Live)
  • 1978: Some Girls
  • 1980: Emotional Rescue
  • 1981: Sucking in the Seventies (Compilation)
  • 1981: Tattoo You
  • 1982: Still Life (American Concert 1981, Live)
  • 1983: Undercover
  • 1984: Rewind 1971 - 1984 (Compilation)
  • 1986: Dirty Work
  • 1989: Singles Collection: The London Years (Compilation)
  • 1989: Steel Wheels
  • 1990: Hot Rocks 1964-1971 (Compilation)
  • 1991: Flashpoint (Live-Album mit 2 neuen Titeln)
  • 1993: Jump Back: The Best of The Rolling Stones (Compilation)
  • 1994: Voodoo Lounge
  • 1995: Stripped (live)
  • 1996: Rock and Roll Circus (Live)
  • 1997: Bridges to Babylon
  • 1998: No Security (Live)
  • 2002: Forty Licks (Best-Of)
  • 2004: Live Licks (Live)
  • 2005: A Bigger Bang
  • 2005: Rarities 1971–2003 (Sampler)
  • 2008: Shine a Light (Live)
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