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Albumbesprechung Blood Sweat And Tears - Blood Sweat And TearsAnzeigeTitel: Blood Sweat And Tears Erscheinungsjahr: 1968 Genre: Jazz-Fusion, Rock Bewertung: ![]()
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Blood, Sweat & Tears ist das zweite Album der US-Band Blood, Sweat & Tears. Das Album erschien im Jahr 1968 und war ein Riesenerfolg für die Band. Heute zählt man das Album zu den essentiellen Werken der modernen Popmusik. "Blood Sweat And Tears" hielt sich im Erscheinungsjahr sieben Wochen auf Rang 1 der US-Charts. "You Made Me So Very Happy" und "When I Die" erreichten als Singles jeweils Rang 2 der US-Single Charts, "Spinning Wheel" erreichte sogar Rang 1. Außerdem gab es den Grammy u. a. für das Album Of The Year. In den USA wurde das Album über 4 Millionen mal verkauft. Innerhalb der Band hatte sich nach Erscheinen des Debütalbums einiges getan. Al Kooper, der die Führungsrolle innehatte, verließ die Band nach dem Debütalbum mit zwei anderen Musikern. Die Band holte sich u. a. mit David Clayton-Thomas einen neuen Sänger. Das war sicherlich ein Glücksgriff, nicht nur, weil Clayton-Thomas den Welthit Spinning Wheel beisteuerte. Musikalisch gab es einen gewissen Richtungswechsel. Die Band agierte, nach Ansicht vieler Fachleute, poporientierter. Dennoch blieb die Band dem Jazz-Fusion treu, auch wenn alles etwas eingängiger klang. Im Prinzip war es letztlich gerade der Mix aus Pop und Jazz bzw. Klassik, welcher das Album nach Meinung vieler Fachleute so wichtig macht. Aufnahmetechnisch war das Album State of the Art, zumal es eines der frühen 16-Spur Alben war. Die Songs: Variations On A Theme By Eric Satie ist eine schöne Interpretation des Klassikthemas von Eric Satie. Das besitzt einen leichten Prog-Rock Touch. Von Fachleuten wurden die beiden zeitgemäßen Satie-Variationen als gelungene Bearbeitungen eines Klassikthemas gelobt. Smiling Phases ist die Umsetzung eines Traffic-Songs, den die Band sehr eigenständig interpretiert. Anfangs zündet der Song noch nicht, aber vor allem im Improteil ist der Song gut gelungen. Der Steve Katz Song Sometimes In Winter plätschert danach mit einem poporientierten Barjazz-Touch etwas belanglos vor sich hin. Katz singt auch mit weniger Reibung als Clayton-Thomas, was dem Song nicht gerade entgegenkommt. Bewegter und grooviger wird es mit More And More. And When I Die wurde im Original von Laura Nyro performt. Die Version von Blood Sweat And Tears ist gut gelungen - auch die Fans sahen das wohl so. Es gab aber Kritiker, welche die Countryparts im Song extrem bemängelten. Ebenfalls eine schöne Coverversion gelang der Band mit dem Billie Holiday Song God Bless The Child. Toll eingespielt, mit schönen instrumentalen Parts und von Clayton-Thomas gut gesungen. Spinning Wheel ist der bekannteste Song des Albums. Der Song zählt zu den Klassikern der Rockmusik, das instrumentale Arrangement ist vorzüglich gelungen. You Made Me so Very Happy ist eine weitere schön interpretierte Coverversion, die stellenweise sehr nach Pop-Jazz klingt. Schön wäre es gewesen, wenn die Band die leicht progressiven Instrumentalparts in der Songmitte etwas ausgedehnt hätte. Instrumentalparts satt gibt es dann im Blues Part II. Der Song ist recht komplex aufgebaut. Los geht es mit einem längeren Keyboard-Intro, danach wird es groovig. Im folgenden Instrumentalpart gibt es schöne Soli von Bass, Drums und Saxofon. Damals hat man in solchen langen Songs gerne mal Themen anderer Songs eingebaut. In dem Song ist das auch so. Nach ca. 8 Minuten wird erst leise und dann recht fulminant Sunshine Of Your Love angespielt. Direkt im Anschluss deutet die Band noch das Spoonful Thema an. Danach wird es bluesig und Clayton-Thomas steuert zum Schluss noch Gesangsparts bei. Abgeschlossen wird das Album mit einer weiteren Variation des Satie Themas. Es gilt dasselbe, wie für den ersten Song: eine äußerst gelungene zeitgemäße Umsetzung eines Klassikers.
Rezensent: MP |