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CD-Kritik Bad Company - Run With The Pack

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Interpret: Bad Company

Titel: Run With The Pack

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:

Bad Company war im Prinzip so etwas wie ein Folgeprojekt der Band Free. Mit den ersten beiden Alben konnte sich Bad Company schnell an die Spitze der Rockbands spielen. Run With The Pack war sogar noch erfolgreicher. Es erreichte in den USA dreimal Platin, verkaufte sich dort über drei Millionen Mal. Musikalisch war das Album auch relativ stark auf den US-Markt zugeschnitten. Härterer US-typischer Rock mit Bezug zum Rock'n'Roll sowie Balladen mit leichten Countryeinflüssen wurde den Fans angeboten.

Live for the Music eröffnet das Album rockig. Ein grooviger Song, der aber im Midtempo Bereich angesiedelt ist und relativ sparsam instrumentiert ist. Das klingt ziemlich typisch für Bad Company und erinnert auch an Free. Mit Simple Man folgt dann eine Ballade mit einem gewissen Countryeinschlag. Die klingt eigentlich ganz ordentlich, bedient aber ziemlich stark den US-Mainstream. Honey Child ist dagegen eine ziemlich fett instrumentierte und rockige Nummer. Das klingt auch wieder ganz ordentlich, aber auch ein wenig anachronistisch. Mit Love Me Somebody legt die Band dann wieder eine Ballade vor, und zwar eine ziemlich reinrassige Ballade. Auch wenn das manchmal fast schon etwas schmalzig klingt, so schafft die Band hier einen richtig guten Song mit Gänsehautfaktor. Den verdanken wir vor allem dem brillant shoutenden Paul Rodgers. Als ob die Band eine Regel einhalten wollte, klingt der nächste Song rockiger. Run With the Pack ist ein ordentlicher Rocksong, der auch einen gewissen Biss hat.

Mit Silver, Blue and Gold hält die Band die Wechselregel ein. Der Song ist wieder relativ balladesk gehalten. Allerdings klingt der Song wirklich sehr schmalzig und poppig. Young Blood geht dann wieder besser ab. Es handelt sich um ein Cover einer Rock'n'Roll Nummer von Leiber/Stoller/Pomus. Die Band performt den Song ganz ordentlich. Der Song wurde als Single ausgekoppelt. Do Right by Your Woman ist dann wieder eine Ballade von Paul Rodgers. Wieder eine der besseren Balladen und erneut klasse gesungen. Sweet Lil' Sister geht mehr ab. Ein guter trockener Rocksong ohne Firlefanz, der Song gefällt mir sehr gut. Fade Away lässt das Album sehr soft ausklingen. Es handelt sich um eine extrem schmachtende Ballade mit Orchester, die aber ganz ordentlich klingt.

Bei Bad Company tue ich mich immer etwas schwer. So ging es mir mit Free schon, so ging es mir mit Mott The Hoople (von dort kam Leadgitarrist Mick Ralphs). Irgendwie waren die Bands immer ganz gut, manchmal brachten sie wirklich gute Songs. Aber das war doch immer sehr sparsam und reduziert. Da gab es keine nennenswerte Einzelleistungen. So ist es auch bei Bad Company. Drummer Kirke fällt kaum auf, Bassist Burrell etwas mehr. Ralphs spielt keine sehr bedeutsamen Sachen auf der Gitarre. Einzig Paul Rodgers thront über dem Ganzen. Der Mann singt einfach sensationell, er zählt für mich zu den besten Sängern des Rock. Das zeigt er auch hier wieder. Interessanterweise präsentiert er vor allem die Balladen bei Bad Company extrem gut. Aufgrund der herausragenden stimmlichen Leistungen von Rodgers finde ich das Album ordentlich. Rein vom Songmaterial her gesehen ist es maximal mittelmäßig.

Die Tracks:

  1. Live for the Music (Ralphs) – 3:58
  2. Simple Man (Ralphs) – 3:37
  3. Honey Child (Burrell/Ralphs/Rodgers) – 3:15
  4. Love Me Somebody (Rodgers) – 3:09
  5. Run With the Pack (Rodgers) – 5:21
  6. Silver, Blue and Gold (Rodgers) – 5:03
  7. Young Blood (Leiber/Stoller/Pomus) – 2:37
  8. Do Right by Your Woman (Rodgers) – 2:51
  9. Sweet Lil' Sister (Ralphs) – 3:29
  10. Fade Away (Rodgers) – 2:54

Rezensent: MP