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Albumbesprechung Avantasia - The Metal Opera Part II

Interpret: Avantasia

Titel: The Metal Opera Pt. II

Erscheinungsjahr: 2002

Genre: Heavy Metal, Powermetal

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Metal Opera Pt. II ist der zweite Teil der Metal Opera Avantasia, die Tobias Sammet unter diesem Namen initiierte. Dieser zweite Teil wurde im Jahr 2002 veröffentlicht. Wieder war das Album recht erfolgreich und erhielt gute Kritiken.

Die Handlung ist in direkter Beziehung zu Teil 1 zu sehen. Im ersten Teil ging die Hauptperson Gabriel einen Deal mit einem Druiden ein. Er hilft der bedrohten Fantasiewelt Avantasia - dafür befreit der Druide Gabriels Stiefschwester. Im ersten Teil gelang es Gabriel das wertvolle Siegel zurück in die Stadt der Elfen zu bringen. Gabriel will mehr von der Fantasiewelt erfahren und kommt so hinter ein Geheimnis der materiellen Welt. Dort soll es in Katakomben unterhalb Roms einen Kelch geben, in dem Seelen gefangen werden. Gabriel findet, zusammen mit einem Zwerg, den Kelch und befreit die Seelen. Dabei wecken sie aber ein Ungeheuer. Der Zwerg stirbt beim Kampf mit der Bestie. Gabriel kann fliehen und kehrt zurück zu dem Druden. Dieser löst sein Versprechen ein und will die Stiefschwester Gabriels befreien. Bei dem Versuch stirbt er, da er und ein weiterer Befreier entdeckt werden. Gabriels Stiefschwester kann jedoch entfliehen. Zusammen mit Gabriel macht sie sich auf den Weg in eine unbekannte Zukunft. Hier endet die Story.

Zur Musik: Avantasia bietet auch hier reinen Heavy Metal an. Von der Gestaltung unterscheidet es sich etwas vom ersten Album. Das beginnt schon beim ersten Titel. "The Seven Angels" ist mit über 14 Minuten recht lang. Der Song beginnt verschleppt heavy mit gregorianischem Einschlag, explodiert dann ziemlich abrupt und wird schön heavy. Der Song überzeugt mit vielen guten Einfällen. Die 14 Minuten werden nie langweilig. "No Return" ist wesentlich kürzer und klingt nach gutem teutonischen Power Metal, während "The Looking Glass" ist ein langsamer gestaltet ist, aber schön groovt. "In Quest For" ist eine schöne Pianonummer mit schöner Melodie. Heftiger zur Sache geht es auf "The Final Sacrifice".

"Neverland" ist eine wesentlich melodischere Nummer, die fast schon Richtung Mainstream Musik tendiert. "Anywhere" beginnt als reine Pianonummer, legt dann an Volumen zu und wird schließlich opulent und etwas schwülstig. Uptempo geht es mit "Chalice Of Agony" weiter. "Memory" beginnt mit einem klassischen Heavy Riff und entwickelt sich zu einer ebenso klassischen Heavy Nummer. "Unknown" beendet das Album standesgemäß. "Gabriels Schwester" singt mit zerbrechlicher Stimme, der Song ist orchestral angelegt.

Fazit The Metal Opera II kann man qualitativ in einem Atemzug mit dem ersten Teil nennen. Musikalisch wirkt das Album anders, überraschend sind die recht eingängigen Songs. Gerade damit wird klar, wie wenig Avantasia letztlich mit Ayreon vergleichbar ist. Avantasia tendiert zum Power Metal, Ayreon eher zum Prog. Unabhängig aller Vergleiche: auch der zweite Streich Sammets ist unbedingt empfehlenswert.

Trackliste

  1. The Seven Angels (14:15)
  2. No Return (4:28)
  3. The Looking Glass (4:48)
  4. In Quest For (3:52)
  5. The Final Sacrifice (5:00)
  6. Neverland (4:57)
  7. Anywhere (5:26)
  8. Chalice Of Agony (6:00)
  9. Memory (5:39)
  10. Into The Unknown (4:24)

Rezensent: MP

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