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AnzeigeAlbumbesprechung Arcade Fire - The SuburbsInterpret: Arcade FireTitel: The Suburbs Erscheinungsjahr: 2010 Genre: Retro-Pop, Alternative-Pop Bewertung: ![]()
The Suburbs ist das dritte Studioalbum der Band Arcade Fire. Das Album wurde im August 2010 veröffentlicht. Arcade Fire konnten sich schon mit den ersten beiden Alben in die Topliga der Indie-Bands spielen. The Suburbs kann man als den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens bezeichnen. Das Album erreichte in vielen Ländern Rang 1 der Charts. 2011 gab es den Grammy für das Album Of The Year und den Brit Award für das Best International Album. In den 2010er Listings der wichtigsten Musikfachzeitschriften fand sich The Suburbs in der Regel weit oben, meist auf Rang 1 oder zumindest auf Rang 2. Die Kritiken zum Album fielen sehr gut aus, man konnte praktisch keine schlechte Bewertung lesen. Arcade Fire ließen sich zu den Aufnahmen einiges einfallen. Zur Aufnahme ging man einen ungewöhnlichen Weg. Das Master jedes Songs wurde zuerst auf eine 12" Vinylplatte gepresst und man nahm davon die Digitalpressung auf. Das macht sich im Sound bemerkbar, eine Nähe zur klassischen Vinylplatte ist vernehmbar. Bandmitglied Win Butler beschrieb den Sound des Albums als einen Mix aus Depeche Mode und Neil Young. Thematisch gab sich die Band auf den ersten Alben immer etwas schwermütig und extrem nachdenklich. Man sang über Leben und Tod, Lieb und Hass, Hoffnung und Verzweiflung. Ein Kritiker meinte dazu einmal Arcade Fire trägt die Last der Welt auf ihren Schultern. Einen etwas anderen Weg ging die Band mit diesem Album. Es spiegelt die Erfahrungen ihres Aufenthalts in den Suburbs von Houston. Dabei versucht die Band aber nicht über die Suburbs zu erzählen, sondern vielmehr aus den Suburbs zu berichten. So sah es Win Butler zumindest. Dessen Texte, in bester Springsteen Manier über Erwachsenwerden und Erwachsensein fabulierend, wurden allgemein sehr gelobt. Die Songs: Der Titelsong klingt sehr relaxt nach britischem Pop in der Tradition von Coldplay oder Travis. Nach ähnlichem Strickmuster ist Ready To Start gemacht, die Band legt einfach etwas an Tempo zu und gibt mehr Orchestrierung bei. Modern Man erinnert in gewisser Weise an späte Tom Petty Werke. Das heißt auch hier: angenehm reduzierte Popmusik, wenngleich mit interessantem Metrum. Rococo erinnert musikalisch an die Cocteau Twins. Empty Room knüpft an den schnelleren und stark orchestrierten Stil von Ready To Start an. City With No Children erinnert an New Wave Bands wie Televions, allerdings klingt das Riff etwas kraftlos. Arcade Fire bieten zwei Miniopusse mit Half Light I und II bzw. Sprawl I und II an. Diese vier Songs stellen inhaltlich die Höhepunkte des Albums dar. Dabei klingt Half Light sehr melancholisch, der zweite Teil erinnert mich stellenweise an OMD. Auch im Fall The Sprawl wirkt der erste Part balladesk und leicht melancholisch. Der zweite Part dagegen wirkt leicht und poporientiert. Wieder gibt es klare Anleihen an den 1980er Pop, hier würde ich sogar einen gewissen Hang zu ABBA Sounds nennen. Suburban War wirkt musikalisch und inhaltlich äußerst geschlossen und zählt zu den besten Songs des Albums. Etwas überraschend klingt danach Month Of May mit seinen Anspielungen an Glam-Rock und Punk. Dem Glam bleibt die Band mit Wasted Hours treu - allerdings eher dem Glam-Pop.
Rezensent: MP
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