![]() |
Benutzerdefinierte Suche
|
| Startseite » Rezensionen von A - Z » Annihilator - Alice In Hell. | |||||
|
|
Titel: Alice In Hell Erscheinungsjahr: 1989 Genre: Thrash Metal Bewertung: ![]()
Annihilator ist im Prinzip das Projekt des Gitarristen Jeff Waters. Der Gitarrist die einzige Bandkonstante. Er schreibt die Songs, er produziert das Material, er spielt Gitarre (manchmal kümmert er sich auch mal um alle Instrumente). Da könnte man einen Ego-Trip dahinter vermuten - das wurde Waters zumindest des öfteren vorgeworfen. Seine Arbeiten waren seit Erscheinen des Debütalbums Alice In Hell insgesamt von wechselnder Qualität. Dieses Debütalbum ist jedoch über jeden Zweifel erhaben und zählt zu den Meilensteinen des Thrash-Metal. So sei es! Dabei beginnt das Album alles andere als thrashig. Crystal Ann ist eine instrumentale Nummer mit Akustikgitarren. Das hat Klasse, bewegt sich irgendwo zwischen Klassik und spanischer Musik. Toll gemacht, Herr Waters. Danach geht es dann aber schon mehr zur Sache. Mit Alison Hell präsentiert Waters einen seiner besten Songs überhaupt. Sozusagen ein Klassiker. Eine abwechslungsreiche Nummer, die immer zwischen klassischem Heavy Metal und Thrash Metal wechselt. Gute Nummer. Der nächste Song W.T.Y.D. geht noch etwas mehr zur Sache und ist stärker im Up-Tempo Bereich angesiedelt. Dennoch gibt es auch in dem Song wieder einige schöne Tempowechsel. Auch gut gemacht. Noch stärker im Thrash angesiedelt ist dann der nächste Song Wicked Mystic. Typisch Thrash in relativ hohem Tempo mit gutem Shredding Solo. Etwas abwechslungsreicher ist dann Burns Like A Buzzsaw Blade. Der Song ist auch wieder Thrash-Metal, aber sehr abwechslungsreich mit einigen klassischen Heavy Metal Zitaten und rhythmischen Überraschungen. Noch etwas mehr Abwechslung bietet dann Word Salad. Beginnt mit fetten klassischen Heavy-Gitarren und steigert dann das Tempo. Danach gibt es viele verschiedene Ideen mit einigen Breaks und einem Höllensolo. Schizos (Are Never Alone) (Parts 1 & 2) vermittelt schon einen etwas schizoiden Eindruck. Ein Song, der einerseits durch hämmernden Thrash und andererseits durch einen drückenden und etwas verschleppten Beat zusammengehalten wird. Mit Ligeia vertont Waters sozusagen eine Poe Kurzgeschichte. Der Song ist thrashig und stellenweise rasant schnell gespielt. Trotz immens hohem Tempo ein guter und abwechslungsreicher Song. Human Insecticide ist ebenfalls wieder gut umgesetzt. Viel Abwechslung mit langsamen und ultraschnellen Parts. Auf den neuen CD's gibt es als Zugabe das Instrumental Powerdrain (Demo) und zwei Demos der Songs Schizos (Are Never Alone) sowie Ligeia (Demo). Die sind angelehnt an die Songs der Original-CD, jedoch insgesamt mit vernachlässigbaren Vocal-Parts, wobei mit die Demo von Ligeia mit dem psychotischen Gesang besser gefällt als die Original CD Version. Also, Hut ab Herr Waters. Da hat der Mann ein wirklich gutes Album im ultraharten Thrash-Genre abgeliefert. Alice In Hell ist das Debütalbum von Annihilator. Und es ist wohl das beste Album der Band. Ein Meilenstein für die Band und einer für das Thrash-Genre. Annihilator zeigt, dass man Thrash-Metal nicht nur ultrahart und schnell präsentieren muss. Da gibt es durchaus Platz für klassische Heavy-Ideen und Breaks und sogar akustisches Material. Das klingt alles sehr überzeugend und hat Niveau. Die Musiker sind gut, Waters spielt eine verdammt heiße Gitarre. Der Sänger ist halt da und gibt was von sich. Aber Sänger spielen im Thrash aus meiner Sicht sowieso keine tragende Rolle. Von daher kann man das verschmerzen. Musikalisch stimmt sonst alles. Ein wirklich gutes Album. Die Tracks:
Rezensent: MP
|
|