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Albumbesprechung Anastacia - Anastacia

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Interpret: Anastacia

Titel: Anastacia

Erscheinungsjahr: 2004

Genre: PopRock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Anastacia ist das dritte Album der Sängerin Anastacia. Das Album erschien im Jahr 2004. Es dürfte sich um eines der erfolgreichsten Alben Anastacias handeln. Vor allem in Europa erreichte sie in vielen Ländern die Topplatzierungen der Charts. Man geht davon aus, dass sich das Album bislang über 10 Millionen mal verkauft hat.

Anastacia besitzt eine der prägnantesten modernen weiblichen Rockstimmen. Man hört ihre soulige Stimme mit einem ordentlich rockigen Output immer gut heraus. Irgendwie hatte sich, nach meiner Ansicht, bei Hörern aber bald eine gewisse Sättigung eingestellt. Zu Beginn ihrer Albumkarriere um das Jahr 2000 war man begeistert von der Stimme. Nach dem großen Erfolg des Debütalbums Not That Kind und dem zweiten Album Freak Of Nature war Anastacia in TV und Radio präsent - zu präsent. Schließlich wurde es etwas ruhiger um Anastacia. Der Grund war jedoch nicht die Übersättigung der Fans, sondern eine schwere Erkrankung der Sängerin. Im Jahr 2004 kam sie dann, wieder gestärkt, zurück und nahm dieses Album Anastacia auf. Wenn ein Künstler bzw. eine Band eine selbstbetiteltes Album aufnimmt, dann strahlt das immer ein gewisses Selbstbewusstsein aus. Im Fall Anastacias konnte man das, nach der überstandenen Krankheit, durchaus als Fingerzeig in der Form "ich bin wieder da" werten. Interessanterweise zeigte sich Anastacia in Sound und Stimme variabler und wandlungsfähiger als zuvor. Es machte wieder Spaß, ihr zuzuhören. Das lag aber auch daran, dass man einfach mal zwei Jahre weniger von ihr gehört hatte. Dennoch legte sie mit diesem Album ihr bis dato abwechslungsreichstes Album vor.

Wie immer, legte Anastacia einige angenehm groovige Rocksongs vor. Dazu gehören u. a. Seasons Change, Left Outside Alone, Time, Sick And Tired und Welcome To My Truth. Solche Songs singt Anastacia immer gut. Die Songs klingen allesamt ganz ordentlich. Ganz interessant ist die Tendenz zum NüMetal auf den Songs I Do und Rearview. Ordentlich, aber nicht überragend, sind die Balladen Heavy On My Heart und Maybe Today. Interessanter klingt der balladeske Titel Where Do I Belong, der wieder mit NüMetal ähnlicher Instrumentierung überrascht. Mit Pretty Little Dum Dum legt Anastacia einen netten Popsong vor. Sexy Single bietet einen interessanten Mix aus Hip-Hop Drums und Keith Richards Gitarrensounds.

Fazit Anastacia meldete sich mit diesem Album erfolgreich zurück. Das Album wurde nach ihrer Erkrankung aufgenommen. Irgendwie klingt es so, als hätte sie sich da einiges von der Seele singen wollen. Das Album fiel überraschend rockig aus, oft geht es stilistisch sogar in die NüMetal Ecke. Anastacia setzt auch häufig auf Hip-Hop Drumparts, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Aber die groovige und rockige Seite von Anastacia kann durchaus überzeugen. Abwechslung gibt es durch die Balladen und einen ziemlich reinrassigen Popsong. Die Abwechslung schadet nicht, zumal das Strickmuster der rockigen Songs doch sehr ähnlich ist.

Trackliste

  1. Seasons Change (Anastacia, Kara DioGuardi, John Rzeznik) 4:17
  2. Left Outside Alone (Anastacia, Dallas Austin, Ballard) 4:17
  3. Time (Anastacia, Austin, Ballard) 3:33
  4. Sick and Tired (Anastacia, Austin, Ballard) 3:30
  5. Heavy on My Heart (Anastacia, Billy Mann) 4:26
  6. I Do feat. Sonny Sandoval (Anastacia, DioGuardi, Lukas Burton, Danny Weissfeld) 3:04
  7. Welcome to My Truth (Anastacia, DioGuardi, John Shanks) 4:03
  8. Pretty Little Dum Dum (Anastacia, Ballard, DioGuardi) 4:37
  9. Sexy Single (Anastacia, David A. Stewart) 3:52
  10. Rearview (Anastacia, DioGuardi, Shanks) 4:12
  11. Where Do I Belong (Anastacia, DioGuardi, Patrick Leonard) 3:26
  12. Maybe Today (Anastacia, Stewart) 5:15
Rezensent: MP