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Albumbesprechung Point Blank - Second Season

Interpret: Point Blank

Titel: Second Season

Erscheinungsjahr: 1977

Genre: Southern-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Second Season ist der Titel des zweiten Albums der Band Point Blank. Das Album erschien im Jahr 1977. Eingespielt wurde das Album, wie das Debütalbum, in der Besetzung Rusty Burns (Gitarre, Slidegitarre, Gesang), Kim Davis (Gitarre, Gesang), Peter Gruen (Drums, Percussion), John O'Daniel (Leadgesang) und Phillip Petty (Bass). Ebenfalls wieder dabei war Bill Ham als Produzent.

Interessanterweise bewegte sich die Band trotz der stabilen Verhältnisse musikalisch etwas weiter. Keine Frage: Point Blank hatten ihre Heimat klar im ZZ Top Texas Rock und Southern-Rock. Irgendwie konnte man jedoch das Gefühl bekommen, dass die Band schon damals erste Blicke Richtung AOR risikierte. Allerdings verspürte man das auf diesem Album allenfalls in wenigen Momenten.

So wird das Album auch stilgereicht mit der mitreißenden Nummer Part Time Lover eröffnet, ein toll groovender Southern-Blues mit Allman Brothers Note, andererseits mit einem Drumgroove im Stil der frühen ZZ Top. Diese Nähe zu ZZ Top verstärkt sich für meinen Geschmack mit Back In The Alley. Etwas stärker Richtung Swamp-Rock geht es auf Rock And Roll Hideaway, hier verliert die Band gleichzeitig etwas an Druck.

Stars And Scars ist eine damals übliche längere Ballade, wie man sie von anderen Southernbands kannte (z. B. Free Bird oder Highway Song). Leider kann die Band nicht annähernd an diese Übernummern anknüpfen. Ebenfalls weniger überzeugend ist das Cover des Bob Seger Songs Beautiful Loser. Das mit dem balladesken Material funktionierte bei der Band für meinen Geschmack sowieso nicht so gut, auch das abschließende Waiting For A Chance fällt in dieser Hinsicht klar ab. Besser ist die Band in jedem Fall, wenn sie irgendwo zwischen Molly Hatchet, den Allman Brothers und ZZ Top rockt. Und das macht sie auf Songs wie Uncle Ned und vor allem Tattooed Lady und Nasty Notions gut.

Fazit Das zweite Album von Point Blank enttäuscht nicht, es bietet für meinen Geschmack aber auch keine echte Steigerung. Sagen wir es mal so: ich hätte mir etwas mehr erhofft. Wenn die Band, wie oben erwähnt, in Texas-/Southern-Rock Manier abgeht, funktioniert das sehr gut. Wenn Sie Richtung AOR und Ballade tendiert, funktioniert das nicht. Von diesem Punkt abgesehen, kann die Band aber mit dem Rest überzeugen und daher würde ich das Album auch jedem Southern-Rock bzw. Classic-Rock Fan empfehlen.

Trackliste

  1. Part Time Lover 3:52
  2. Back In The Alley 4:18
  3. Rock And Roll Hideaway 3:14
  4. Stars And Scars 8:19
  5. Beautiful Loser (Bob Seeger) 4:03
  6. Uncle Ned 3:49
  7. Tattooed Lady 4:12
  8. Nasty Notions 3:20
  9. Waiting For A Change 4:45

Rezensent: MP