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Albumbesprechung Pluto - Pluto

Interpret: Pluto

Titel: Pluto

Erscheinungsjahr: 1971

Genre: Rock, Beat

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Pluto ist der Titel des Debütalbums der gleichnamigen Band Pluto. Das Album erschien 1971 beim damals noch jungen Label Dawn. Chartnotierungen und Hinweise zu den Verkaufszahlen sind nicht bekannt - angeblich soll sich das Album über die Zeit ordentlich verkauft haben, genaues weiß man aber nicht. Pluto waren zum Zeitpunkt der Aufnahme Alan Warner (Gitarre, Gesang), Paul Gardner (Gitarre, Gesang), Derek Jarvis (Schlagzeug, Gesang) und Michael Worth (Bass).

Interessant im Zusammenhang mit den Neuauflagen des Albums, dass es Pluto nach diesem Album mit dem neuen Leadsänger John Gilbert versuchte. Man veröffentlichte die Single I Really Want It / Something That You Loved (auf neueren CDs als Bonus enthalten) und erhielt ein gutes Airplay. Allerdings verließ Gilbert die Band kurz nach Veröffentlichung der Single, 1973 galt Pluto als aufgelöst.

Die Songs

Los geht es mit dem einerseits zeitgemäßen, gleichermaßen aber auch stark vom Beat beeinflussten Crossfire. And My Old Rocking Horse hält diesen Kurs, wobei das Grundriff stark an American Woman erinnert. Unkompliziert aber dafür einfach gut eingespielt ist der Riffrocker Down And Out, mit dem sich die Band m. E. tatsächlich dem 'Rock' nähert.

Auf She's Innocent spielt die Band mit folkigen Elementen ebenso wie mit härteren Bratgitarren. die Band eine folkige Seite, welche aber immer wieder mit Bratgitarren. Road To Glory erinnert in dissonanter Weise einerseits an die Stones, der Groove andererseits an Keith Moon. Mit Stealing My Thunder nähern sich Pluto für meinem Geschmack dem Swamp a la CCR.

Beauty Queen ist ein weiterer Song, der mich bezüglich des zugrunde liegenden Grooves etwas an The Who erinnert, während sich die Band auf Mister Westwood mit den Gitarrenarrangements irgendwo zwischen Byrds und Thunderclap Newman bewegt.

Rag A Bone Joe wurde als Single zwar erfolglos ausgekoppelt, ist aber doch der stimmigste Song. Abschließend bemüht die Band auf Bare Lady einmal mehr vor allem Altbekanntes - hier vor allem in Form eines von den Beatles beeinflussten Mainriffs.

Fazit Ich hatte gehofft, mit dem Album ein weiteres verborgendes Juwel zu finden, aber… Pluto wollten oder sollten die Rockschiene bedienen, aber Pluto blieb im Herzen doch weitestgehend eine Beatband. Der Rock wird eher zitiert, die Band ist bemüht im Rock anzukommen, schafft es aber nie so richtig. Damals oft genannte Vergleiche wie Black Sabbath, Led Zeppelin oder gar zeitgenössische Progbands treffen nach meiner Ansicht zu keinem Zeitpunkt zu. Es fehlt einfach an allem, immerhin ist die Produktion irgendwie charmant. Was möglich gewesen wäre, zeigte die Band übrigens mit dem neuen Sänger auf der Single I Really Want It (Bonus auf späteren CDs). Davon hätte es gerne mehr sein dürfen.

Trackliste

  1. Crossfire 3:14
  2. And My Old Rocking Horse 3:52
  3. Down And Cout 3:09
  4. She's Innocwent 3:34
  5. Road To Glory 4:24
  6. Stealing My thunder 3:29
  7. Beauty Queen 3:34
  8. Mister Westwood 4:39
  9. Rag A Bone Joe 2:52
  10. Bare Lady 4:07

CD Bonus Tracks

  • I Really Want It 2:53
  • Something That You Loved 3:44
  • Rag A Bone Joe (Alt. Mix) 2:38

Rezensent: MP