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Albumbesprechung The Groundhogs - Blues Obituary

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Interpret: The Groundhogs

Titel: Blues Obituary

Erscheinungsjahr: 1969

Genre: Blues-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Blues Obituary ist der Titel eines Albums der britischen Band The Groundhogs, welches im Jahr 1969 veröffentlicht wurde. Die Band in ihrer klassischen Trio-Besetzung mit Tony McPhee (Gitarre, Gesang), Pete Cruikshank (Bass) und Ken Pustelnik (Schlagzeug) schuf einen 'Nachruf' auf den Blues, der im Grund noch stark im klassischen Blues-Rock verhaftet war, aber auch erste Anzeichen für einen neuen Stil der Band aufzeigte.

Kommerziell war dieses Album nach meinem Kenntnisstand kein großer Erfolg, zumindest ist keine Chartplatzierung bekannt. Es ist insofern ein wichtiges Album für die Band, da es wie erwähnt den Übergang von der reinen Blues-Rockband zur experimentellen Rockband kennzeichnet.

Die Songs

Der Opener B.D.D (für Blind, Deaf, Dumb) ist klassischer Blues Rock, der mich an Savoy Brown erinnert. Daze Of The Weak bleibt dem klassischen UK-Blues Revival treu, allerdings nähert sich McPhee vor allem im Solo dem psychedelischen Hendrix an. Den eher klassischen Blues-Rock gibt es auch auf Times zu hören, hier etwas originärer mit Slidegitarren.

Wenn man von einer Loslösung vom klassischen Blues-Rock spricht, dann würde ich Mistreated als einen ersten Kandidaten wählen. Zwar kommt das Mainriff von der Dobro, aber das druckvolle Riff klingt doch eher nach Swamp-Rock als Blues-Rock, dazu gibt es psychedelische Einwürfe. Express Man kommt wieder im klassischen Blues Rock etwa im Stil von Mayall oder Savoy Brown an, dem Slow Blues huldigt die Band mit Natchez Burning, aber erneut mit einer swampigen Note.

Der Outstanding Song des Albums - bezogen auf den 'Nachruf auf den Blues' - ist der Track Light Was The Day. Der Song wird bestimmt von einer relativ wilden und psychedelischen Gitarre und Drumunterstützung im Stil des frühen Nick Mason. Ein Song ohne eine echte Formgebung und alleine deshalb kein Blues mehr.

Fazit Blues Obituary ist ein Nachruf auf den Blues, der noch in starkem Maß dem Blues huldigt aber andererseits auch eine Band zeigt, die sich vom klassischen Blues lösen will. Diese Loslösung ist erkennbar auf 'swampigen' Songs wie Mistreated oder in Teilen Natchez Burning sowie ein manchen subtilen psychedelischen Einwürfen. Sehr eindeutig wird es auf dem abschließenden Light Was the Day. Diese ersten Versuche würde ich als ordentlich bezeichnen, wesentlich stärker wirkte das auf dem folgenden Album. Wenn man von den Groundhogs als reiner Blues-Rockband spricht, dann überragten sie auf diesem Sektor nicht. So gesehen ist Blues Obituary ein ordentliches Album, aber mehr nicht.

Trackliste

  1. B.D.D. 4:00
  2. Daze Of The Weak 3:45
  3. Times 5:15
  4. Mistreated 4:00
  5. Express Man 3:55
  6. Natchez Burning 4:35
  7. Light Was The Day 6:50

Rezensent: MP