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Albumbesprechung Fast Buck - Fast Buck

Interpret: Fast Buck

Titel: Fast Buck

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Southern-/Westcoast, Pub-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Fast Buck ist der Titel des Debütalbums der gleichnamigen Band Fast Buck. Erschienen ist das Album 1976, eingespielt wurde es in der Besetzung Ed Hamilton (Leadgesang, Gitarre), David Kerr-Clemenson (Bass, Gesang), Andy Locke (Leadgitarre, Gesang) und Mike Baron (Drums, Percussion, Gesang).

Die Band war zur Zeit der Veröffentlichung vor allem als Liveband bekannt und hier eine gesetzte Größe der Pubrockszene im London und Umgebung. Scheinbar konnten Fast Buck die Leute aber auf Platte nicht so überzeugen wie als Liveband, die Verkaufszahlen waren in jedem Fall nicht der Rede wert.

Schade, denn im Grund lieferte die Band auch im Studio ganz gut ab. Vielleicht war die Bandbreite etwas zu groß. Einen gewissen Schwerpunkt würde ich im Southern-Rock mit gefälligen Westcoast Harmonien sehen. Understanding Is The Word ist so eine Nummer mit einem Soundgemisch aus Southern-Rock (hier klare Anspielungen z. B. an Riffs aus Midnight Rider) und Westcoast. Hard On The Boulevard bietet einen Mix aus Funk und Countryzitaten und damit auch eine Nähe zum Southern-Rock. Ebenfalls in diese Schublade würde ich Sometime Man und Come To The Country stecken.

The Mirror hat mehr vom Westcoast im Stil etwa der Little River Band, diese gewisse Leichtigkeit findet sich auch in Rockin' Chair Ride - wobei in diesem Fall auch das eine oder andere Wishbone Ash Zitat fällt. Under It All erinnert spontan an die 10CC jener Tage. Rock'n'Roll Star ist einer der wenigen Songs, welche ich als typischen Pub-Rock bezeichnen würde.

Fazit Fast Buck war eine Band, die musikalisch überzeugend war und das auch als Liveband immer wieder unter Beweis stellte. Im Grund liefert sie auch mit diesem Studioalbum gut ab. Aus meiner Sicht zumindest stimmt auf dem Album viel, jeder Song ist für sich genommen gut gelungen und die Band überzeugt mit profunder Musikalität. Was man vielleicht kritisieren könnte, ist das manchmal sehr eindeutige Zitieren anderer Bands (Allman Brothers, 10CC, Free, Wishbone Ash usw.) und daraus resultierend auch eine stellenweise unklare musikalische Marschroute. War Fast Buck nun eine typische Pub-Rockband oder eher eine Art UK Southern-Band oder doch eher eine englische Little River Band? Man weiß es nach Anhören des Albums nicht so recht. Mag sein, dass das für manchen etwas zuviel des Guten war. Mehr Aufmerksamkeit hätte die Band in jedem Fall verdient gehabt, ich würde das Album daher sogar als Hidden Gem bezeichnen.

Trackliste

  1. Understanding Is The Word
  2. I've Got To Be Strong
  3. Rock'n'Roll Star
  4. Rockin' Chair Ride
  5. Under It All
  6. The Mirror
  7. Practically Fifth Avenue
  8. Hard On The Boulevard
  9. Sometime Man
  10. Come To The Country

Rezensent: MP