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Funk ist eine, vor allem rhythmisch geprägte, sehr tanzbare Musik. Sie entwickelte sich in erster Linie aus
schwarzen Musikstilen wie Soul, Blues, R&B, aber auch aus dem Jazz. Der Funk in seiner ursprünglichen Form
entstand Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre.
Funk wurde ursprünglich vor allem von schwarzen Musikern gespielt. Stilprägend sind dabei vergleichsweise einfache musikalische Arrangements mit sehr knackigen Rhythmen. Die Gitarre spielt praktisch keine Soli, sondern vor allem akzentuierte Rhythmusfiguren, oft auf den hohen Saiten oder auch als Single Note Linien. Der Bass bildet ein tragendes Fundament des Funk. Er ist meist gut vernehmbar und spielt betont rhythmisch, häufig synkopiert. Gerne wird im Funk von Bassisten die Pop und Slap-Technik angewandt, die den Groove noch mehr voranschiebt. Das Schlagzeug unterstützt den Bass mit eher sparsamem Spiel und stark betonten Hi-Hats. Der Sänger fügt sich ebenfalls vor allem in die rhythmische Struktur der Band ein. Es kommt weniger auf Gesangsmelodien an als vielmehr auf rhythmische Gesänge und Sprechgesänge. Häufig kommen im Funk Bläsersätze zum Einsatz, die meist sparsam und unterstützend arrangiert werden. Als erste große Acts des Funk zählen vor allem James Brown sowie Sly And The Familiy Stone. Diese beiden Acts waren so etwas wie die Keimzellen für den Funk. Denn aus der Begleitband von Brown sowie von Sly And The Familiy Stone kamen einige stilprägende Musiker wie der Gitarrist Jimmy Nolen oder die Bassisten Bootsy Collins und Larry Graham. Erstaunlich ist vielleicht die Tatsache, dass James Brown zwar der Godfather of Soul genannt wird, auf der anderen Seite eine der treibenden Kräfte des Funk war. Aber man sieht dadurch auch, wie nahe Soul und Funk zusammenliegen. Viele der frühen Funkbands gehen auch als Soulbands durch - auf der anderen Seite können viele Soulbands durchaus auch als Funkbands bezeichnet werden.Anfang der 1970er Jahre gab es dann viele sehr erfolgreiche Bands, die das Genre Funk und Soul bedienten. Aus dem Soul der Anfangszeit heraus entwickelte sich dann die erfolgreiche Disco-Musik, die vor allem ab 1974 ein breites Publikum weltweit begeisterte. Die Disco Musik konzentrierte sich eigentlich nur noch auf gute Konsumierbarkeit und Tanzbarkeit. Musikalisch wurde da nicht mehr sehr viel angeboten. Es gab zu der Zeit nicht mehr sehr viele Musiker, die den traditionellen Funk spielen wollten. Eine der großen Ausnahmen war zum Beispiel George Clinton. Er wird heute oft als einer der wichtigsten Funkmusiker bezeichnet. Er versuchte, weiter den klassischen Funk zu spielen und kreierte gar eine eigenen Musikrichtung - den P-Funk. Clinton lebte diese Musik und sein Auftreten war oft betont schrill. Seine Bands Parliament oder Funkadelic genießen heute Kultcharakter. Eine andere - sehr auf den Massengeschmack zugeschnittene - Ausrichtung des Funk präsentierte z. B. die Band Chic. Sie bot extrem tanzbare und zugleich sehr kommerzielle Musik, hob sich aber immer etwas vom Disco-Einerlei ab. Chic war vor allem ein Vehikel der Musiker Nile Rodgers (git) und (des verstorbenen) Bernard Edwards (bass). Beide genießen/ genossen als Instrumentalisten einen enorm guten Ruf. Nile Rodgers prägte mit seinem Gitarrenstil die Funkszene und angrenzende Bereiche auf lange Zeit und dürfte einer der wichtigsten Musiker des modernen Funk sein (als Produzent und Gitarrist).Der Funk klassischer Prägung wird heute eigentlich nicht mehr häufig gespielt. Dafür hinterließ der Funk in einigen Musikrichtungen seine Spuren. Der moderne Hip-Hop schöpft seinen Hauptmerkmale eindeutig aus dem Funk. Ähnlich der moderne so genannte R&B, der Einflüsse aus Soul und Funk aufweist. Im Jazz ist der Funk ohnehin ein fester Bestandteil und spielt vor allem im Jazz-Funk eine wichtige Rolle. Eine gewissen Funkanteil findet man praktisch überall in Pop und Rock. Relativ eigenständige Richungen bilden der Funk-Rock und der Funk Metal.
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