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Albumbesprechung Zygoat - Zygoat

Interpret: Zygoat

Titel: Zygoat

Erscheinungsjahr: 1974

Genre: Elektronik, Instrumental

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Zygoat ist der Titel eines Albums aus dem Jahr 1974, welches vom US-Amerikaner Burt Alcantara unter dem Pseudonym Zygoat veröffentlicht wurde. Das Album wurde im englischen Studio Electrophon eingespielt.

Nicht selten wurden Album oder Projektname als Electrophon bezeichnet, was sowohl mit dem Aufnahmestudio als auch Brian Hodgson zu tun hat. Hodgson war ein englischer Soundtechniker und Filmmusiker, der sich 1973 mit dem Doctor Who Komponisten Dudley Simpson zum Projekt Electrophon zusammenfand. Als Electrophon veröffentlichten sie das Album In A Covent Garden. Später baute Simpson mit John Lewis in London das Electrophon Studio auf und ebenda wurde 1974 das Album Zygoat produziert.

Zumindest gemäß Credits steht hinter dem Album bzw. dem Projekt Burt Alcantara, der das Album mit ARP und RSE Synthesizern einspielte. Zu Burt Alcantara findet man ansonsten wenige Infos, mutmaßlich handelte es sich um einen US-Musiker, der ansonsten auf Filmmusiken und ähnliches spezialisiert war.

Hier legte er nun ein Solo-Synthie Album vor, welches so oder so obskur ist. Neben der Entstehungsgeschichte gilt das auch für das Klangerlebnis, welches nicht einfach nur von der damals bekannten (vor allem auch Deutschland gesprägten) Elektronischen Musik bestimmt wurde. Keine Frage - auch Zygoat kann man stellenweise in Verbindung bringen mit Deutschen Acts, vor allem würden hier Vergleiche mit Cluster und Tangerine Dream passen. Allerdings ist die gesamte Konzeption eigenständig und durchaus US-Amerikanisch geprägt, sei es nun wegen den stellenweise funky Sounds oder dem Minimalismus im Stil von Philip Glass.

Fazit Das gesamte Werk näher zu beschreiben, macht wenig Sinn. Das muss man sich Anhören, zumal die beiden LP-Seiten ungeachtet der nominellen Einzeltracks doch eher wie zwei große Suiten wirken. Typisch Elektronik eben. Dabei stellt Zygoat kein essentielles Werk des Genre dar, manchmal werde ich sogar das Gefühl nicht los, dass es sich hier um eine Art Nebenjob oder Freizeitspaß handelte. Aber: auch wenn hinter den Aufnahmen kein tieferer Sinn lag und Alcantara möglicherweise aus purer Lust an den Synthies herumschraubte, so ergab sich am Ende doch ein ganz interessantes Album. Ich würde sogar sagen, dass es stellenweise mächtig wirkt, aber das ist natürlich mein persönliches Empfinden. Wie gesagt: stilprägend ist das Album nicht und daher auch kein essenzielles Album des Genres. Aber es ist ein spannendes Album und taugt für die Kategorie Hidden Gem.

Trackliste

  1. Leaves Of Sand
  2. Zygoat
  3. Ybur Knom
  4. Pillar Of Salt
  5. Movement To The Earth
  6. Seeds Cast To The Wind
  7. Zy Clone
  8. Ybur Doon
  9. Zygomania
  10. The Ladder Of Zeugma
  11. The Libran Sea
  12. Perseverance Furthers

Rezensent: MP