Beachten Sie bitte vor Nutzung der Webseite die Datenschutzerklärung. Mit Nutzung der Webseite akzeptieren Sie diese.

Review Yagull - Yuna

Interpret: Yagull

Titel: Yuna

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Akustischer Kammer-Pop, Instrumental, Easy Listening

 

Rezension/Review

Yuna ist der Titel des neuen Albums von Yagull. Das Album erschien offiziell am 02.12.2018.

Yagull ist im Grund ein von Sasha Markovic (Gitarre, Produktion) ins Leben gerufenes Projekt, welches sich auf eine Form des akustischen Kammer-Rock konzentrierte. Mittlerweile ist das diesem One-Man Projekt ein Duo geworden, mit dabei ist Markovics Partnerin Kana Kamitsubo (Piano). Musikalisch bekommen sie auf dem Album Unterstützung von Ayumi Ueda (Gesang auf dem Titeltrack Yuna). Soweit zu den Personalien.

Anfangs bezeichnete Markovic seine Musik selbst als "Akustischer Kammer-Rock". Akustisch stimmt in jedem Fall, das mit dem Rock war immer etwas hochgegriffen - auch wenn sich Markovic erneut den Black Sabbath Klassiker Sabbath Bloody Sabbath zur "Brust" nimmt. Bei itunes z. B. wird Yuna als Easy Listening getaggt, was durchaus passt (auch wenn Easy Listening allgemein ein übler Geruch anhaftet).

Markovic und Kamitsubo präsentieren in jedem Fall lyrische und gut zugängliche Songs, was man als Easy Listening bezeichnen könnte. Markovic überlässt seiner Partnerin am Piano etwas von Vortritt, zumindest erscheint das Pianon präsenter als die Gitarren. Beide schaffen mit Piano und Gitarre kleine lyrische Werke mit schwelgerischen bis verträumten Soundlandschaften. Manchmal kann beim Hören etwas Melancholie aufkommen, was aber Raum zur Introspektion gibt.

Fazit Im Fall Yagull kann man es kurz machen: hört man sich den ersten Track an, dann hat man das Grundkonzept vor sich. Auf diesem Album gibt es ruhige Instrumentaltracks mit Piano und Akustikgitarre (einmal mit etwas Gesang). Diese Tracks sind allesamt wunderbar konsumierbar, bei aller Schönheit wirkt das Alles natürlich auch reichlich unspektakulär. Das beste Beispiel ist die erneute Bearbeitung des Sabbath Klassikers Sabbath Bloody Sabbath, den Yagull zum zahnlosen Tiger machen. Da hätte es mal was anderes sein dürfen - Paranoid vielleicht. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Von Yagull gibt es eben Material für das heimische Kopfkino, für die stillen Stunden sozusagen. Wer sich darauf einlassen kann, erhält seinen perfekten Soundtrack. Andere wiederum werden nach dem Album vielleicht im Reflex zu einem alten Black Sabbath Album greifen müssen.

 

Trackliste

  1. Searching For The Moon (2:32)
  2. Dawn (4:12)
  3. Sabbath Bloody Sabbath (4:02)
  4. Muse (3:56)
  5. 101 (5:36)
  6. Fall Winter (2:52)
  7. Riverwas (3:39)
  8. Mori (Forest Song) (4:05)
  9. Yuna (4:17)
  10. Kiri (5:05)
  11. Searching For The Moon (Reprise) (0:45)

Rezensent: MP